Wasser aus Gold - zentraler Konferenzsaal

    • Offizieller Beitrag
    Hintergrund:

    Zwar nicht der schönste Konferenzsaal - diese Ehre gebührt der Dachterrasse mit ihrer komplett mit Glas und Glaskunst überdachten Halle, von der man das renzianische Festland erblicken kann und in der kunstvoll gestaltete farbige Glasbildschirme die politische Realität abbilden, was auf dieser Konferenz wohl ein Fettnäpfchen wäre - so ist die große Halle aus Marmor und Gold doch weitaus geräumiger. Durch architektonische Tricks ist für jede Delegation ein vor Einblicken abgeschirmter Raum mit Platz für etwa sieben Personen, Bildschirmen und Elektronikunterstützung geschaffen, bei denen man zwar die Köpfe der Teilnehmer sieht, diese jedoch akustisch nur wahrnehmen, was sie auch in ihrer Kuppel hören wollen. Zu diesem Trick wird vor allem bei großen Konzernverhandlungen gegriffen, wenn die verschiedenen Tiamat-Tochtergesellschaften notorisch und regelmäßig die Sprecher der anderen Teilkonzerne stummschalten und dann ignorant gegenüber dem Gesagten ihre Phrasen herunterrasseln. Kommunikation verläuft vor allem über das zentrale Rednerpult mit elektronischer Weitergabe an die Kuppeln beziehungsweise über elektronische Mitteilungen der Kuppeln untereinander. Im Vergleich zu den abhörsicheren Nebenräumen ist dieser elektronische Funk innerhalb der Anlage jedoch wahrscheinlich abhörbar.

  • R O L L E N S P I E L:

    Zur Eröffnung hält der Großwesir eine kurze Ansprache, die natürlich von jedem nicht gehört werden kann, der in seiner Kuppel den Ton ausstellt. Übersetzungsprogramme übertragen die Rede von Hochfutunisch auf die entsprechenden Landessprachen.


    Ehrbare Delegationen,


    ich danke für Ihr zahlreiches Erscheinen und Interesse bei einer Konferenz, die zwar in Renzia stattfindet, aber dennoch von einer Nation gestaltet wird, die nicht wirklich zum kulturellen und politischen Erbe des Kontinents zählt. Die Divergenz zwischen einem Blick von außen und dem von innen kann nie wirklich überwunden werden, egal wie sehr man sich bemühen mag - oder auch nur eine solche Mühe vortäuschen und verkaufen will. Diyarasu ist als kultureller Schmelztiegel zumindest Abbild des Kontinents in seiner Diversifizität und in den kulturellen Einflüssen und wenigstens in der Hinsicht ein angemessener Ort, um allen Nationen des Kontinents und jenen, die meinen, für diese sprechen zu können, eine Bühne zu bieten. Es besitzt immerhin die technologische Ausstattung und den Service, ein angenehmer Ort für alle Beteiligten zu sein. Vertraulichkeit und Abstand kann an diesem Ort gewahrt werden, gerade weil viele Situationen auf diesem Kontinent delikat erscheinen mögen und die Wahrheit für jede Nation individuell absolut erscheinen mag, aber nicht immer und manchmal auch gar nicht übereinstimmt. All diese unterschiedlichen Bilder des Kontinents sollen hier nicht vermengt werden, sondern vielmehr als Grundlage akzeptiert werden, ohne einer möglichen Kooperation im Weg zu stehen.



    Die Hegemonie hat - vom Schutz Diyarasus und seines Bestandes einmal abgesehen - keine wirklichen Interessen politischer Art in Renzia. Natürlich haben wir wirtschaftliche Interessen, doch diese unterliegen dem Primat des freien Welthandels und unserer Vision des Goldenen Streifens, keinem politischen Kalkül, welche für oder gegen eine andere Nation gerichtet ist. Diyarasus eigene Interessen sind vornehmlich auf Neutralität und wirtschaftlichen Erfolg ausgerichtet. Dies sollten keine Hindernisse für andere Nationen auf dieser Konferenz sein, egal welchen Anspruch diese hegen. Diyarasu ist ein zu großes Völkergemisch als dass es wirklich einer Nation zuzurechnen wäre, egal wie bequem Futunisch und Chinopisch als Amtssprachen sein mögen.



    R O L L E N S P I E L:

    Er trinkt einen Schluck Wasser aus einem bereitgestellten Tonbecher.


    Die Konferenz ist vornehmlich auf die Koordination und das offene Gespräch ausgelegt. Sie ist kein Versuch einer Regelmentierung des Kontinents. Solche Versuche, wie sie vor allem durch die barbarischen Staaten des Westens unternommen werden, wie etwa durch Helen Bont, stellen in den Augen der Hegemonie eine Verkennung nationaler und humaner Interessen dar. Alle Abstimmungen können daher nur Absichtserklärungen sein, an deren Umsetzung ein Wille gebunden ist, aber die keine Pflicht auslöst. Alle Nationen sind in erster Linie sich selbst und ihren Angehörigen verpflichtet. Die Hegemonie weiß, respektiert und akzeptiert das.



    Unser Wunsch ist vor allem der offene Dialog zur Besprechung von Differenzen und die Initiative für überregionale Projekte. Dabei soll es vor allem um Infrastruktur gehen, um den Verkehr von Ideen, Menschen und Waren zu ermöglichen, in welchem Rahmen oder mit welcher Begrenzung auch immer. Weder geht es um Regierungswechsel noch andere seltsame westliche Vorstellungen, die nur ein politisches System zum Absolut erheben, obwohl jedes Volk selbst seine eigene Bestimmung finden kann und keinen fehlerhaften ignoranten Belehrern nachzueifern hat.



    So diese Konferenz Konflikte zumindest etwas abmildern kann, die Kriegsgefahr etwas abzumildern weiß, vielleicht ein wenig Austausch ermöglich und dem Kontinent insgesamt nutzen mag, so ist sein ein deutlicher Gewinn, egal ob ihre materiellen Kosten in materiellen oder ideellen Nutzen oder gar Gewinn enden mögen. Zunächst soll nun das Wort an Sie gehen, danach würde ich mit der Liste und dem ersten Punkt darauf fortfahren, die Sie alle in unseren Schreiben erhalten haben.


    R O L L E N S P I E L:

    Er nimmt seinen Tonbecher und verlässt das Präsidium.

  • R O L L E N S P I E L:

    Applaudiert ebenfalls und wartet dann, ob jemand etwas sagen wird bzw. ob noch einer dieser heijanischen Teufel auftauchen wird

    Dr. Tschï Pëng Dau

    Außenminister der Demokratischen Volksrepublik Hsinhai a.D.

    Sondergesandter für die Ostrenziatische Regionalkonferenz


  • R O L L E N S P I E L:

    Xia verfolgt die Rede von ihrem Raum aus und nickt an verschiedenen Stellen, während sie an anderen vehement mit dem Kopf schüttelt. Sie spendet höflichen Beifall.


    Hintergrund:

    Ob man überhaupt zu Ergebnissen kommen wird, dürfte insbesondere davon abhängen, wie sehr die Teilnehmer daran interessiert sind, etwas am status quo zu ändern. So gerne sie zum Beispiel die Imperialisten im Süden entmachtet und das Volk befreit sehen würde, so unrealistisch ist es, dass man diesem Vorschlag folgen wird.


    Zwar ist es von Vorteil, dass alle Delegationen abgeschottet in ihren eigenen Räumlichkeiten verweilen. Ein wenig bedauert sie aber, keine persönlichen Eindrücke der anderen Teilnehmer gewinnen zu können, die ihr das Verhandeln leichter machen würden.

  • Ich möchte bei allen wohlfeilen Überlegungen die die geschätzten Herren Gastgeber sicher hatten, den Vorschlag unterbreiten, daß wir von abgekapselten Räumen Abstand nehmen, sonst hätten wir doch eigentlich auch eine Telephonkonferenz abhalten können.


    R O L L E N S P I E L:

    lächelt

  • Ehrbare Deligierte,


    da es keine weiteren Wortmeldungen zu geben scheint, sollten wir gleich zu den ersten beiden Punkten der Tagesordnung schreiten. Dies wären widerstrebende Ansprüche in Bezug auf nationale Territorien und die Verhinderung eines Wettrüstens. Neben den durchaus realen Ansprüchen der ideologischen und nationalen Alleinvertretung beim ersten Punkt sowie widerstreitende Gebietsansprüche geht es nach meinen Informationen auch um Fischfanggebiete in Zonen, wo sich Hoheitsgebiete innerhalb der Seezonen überlappen und dort wo die Fischzüge mitunter ausschließliche Wirtschaftszonen verlassen oder nach nationalen Erfordernissen verlangen. Ich will an dieser Stelle nicht verhehlen, dass auch die Hegemonie im Ostasurik auf Fischfang angewiesen ist und vor Renzia auch Fisch vor allem für Diyarasu fängt.


    Allerdings ist der andere Punkt der Ansprüche und damit verbunden das Wettrüsten wohl das offensichtlich gefährlichere Thema, wo vor allem im maritimen Bereich und potentiell bei den Massenvernichtungswaffen und Trägersystemen zur besseren "Projektion" stattfindet. Wie vielleicht bekannt ist, befindet sich das dritte Flottenmandat der Hegemonie in Diyarasu, aber eine Erweiterung ist nicht geplant. Das Mandat dient in erster Linie weiterhin zum Schutz des Handelsverkehrs zwischen Diyarasu und Hatha. Die Hegemonie beabsichtigt weiterhin, keine biologischen und chemischen Kampfstoffe jenseits des Besitzes der ansässigen Megakonzerne zu verlagern. Das derzeitige futunische Flottenbauprogramm dient allein der Überholung unserer Handelsflotte, ist also auf den zivilen Bereich beschränkt. Ich hoffe, dass durch diese transparente Offenlegung eine theoretische Bedrohungswahrnehmung fallen gelassen werden kann.

  • R O L L E N S P I E L:

    Im Hinblick auf die fusonischen Interessen gab es jetzt etwas zu lamemtieren.


    Ehrbare Delegierte,

    Als Macht, die keinerlei eigene Interessen in Rençia als die Aufrechteerhaltung des Wirtschaftsstandortes MIque-Tsao hat, haben wir natürlich auch keinerlei militärische Interessen auf dem Kontinent was allerdings, und sie erlauben mir sicher dies auszuführen, auch für Antiça bzw. Andrastea gilt aber das nur nebenbei. Vor diesem Hintergrund schlägt die Regierung Ihrer Majestät, der Kaiserin Valerie von Outremer, ersteinmal die genannten Überlappungen zu spezifizieren da es nach unserem Verständnis gar keine Überlappungen sondern nur Meinungsverschiedenheiten geben kann die wir vielleicht dadurch auflösen können, indem wir die Kinden mal beim Namen nennen. Ebenso schlagen wir vor, bei Meinungsverschiedenheiten ein Schlichtungsgremium ins Leben zu rufenm das eben diese Meinungsverschiedenheiten aufzuösen fähig ist, das dessen Mitglieder eben keine solche Interessen haben.

  • Ich möchte noch einmal die Gelegenheit nutzen, die Auffassung des demokratischen Teils Chinopiens mitzuteilen, daß es an der Zeit ist, daß die Ausländer das Reich der Mitte mit ihren Kolonien wieder verlassen. Diese Fremdherrschaft ist schon viel zu lange ein Stachel im Fleisch des Volkes, dabei spielt es keine Rolle, ob es sich [um] die Kolonie Mique-Tsao, Hebei oder die Machenschaften der heijanischen Imperialisten handelt, die zum Dank, daß sie von den Chinopen die Kultur übernehmen konnten, unserem Volk das Land stehlen.


    Zum [anderen] konnten wir in einem tief gelegenen geheimen Lager noch von Patrioten versteckte Waffen entdecken, die in der Lage sind, imperialistischen Machenschaften zum Scheitern verurteilen zu lassen.


    [Das ist eine Anspielung auf einige Atomsprengköpfe, die entgegen den Anweisungen der Reformer von Hardlinern nicht zerstört wurden und jetzt wiederentdeckt wurden].

    Dr. Tschï Pëng Dau

    Außenminister der Demokratischen Volksrepublik Hsinhai a.D.

    Sondergesandter für die Ostrenziatische Regionalkonferenz


    Einmal editiert, zuletzt von Tschi Pëng Dau ()

  • Auch wenn es tatsächlich eine Sache ist, über die man reden muß, ob und wie lange die Ausländer noch in unserem Land ihre Niederlassungen unterhalten mögen, oder ob sie es nicht wieder freiwillig verlassen möchten, in Anerkennung, daß das chinopische Volk über sich selbst bestimmt, ist die Weise mit der das der Republik abtrünnige Hsinhai hier Spannung und revolutionäre Gelüste einbringen will, unangemessen und schadet dem Ansehen des Reiches der Mitte.


    Außerdem fordere ich den Vertreter der hsinhainesischen Provinzen auf, damit aufzuhören mit übriggebliebenen Massenvernichtungswaffen zu drohen.


    In der Frage der Meere und des Fischfangs betrachten beanspruchen wir gegenwärtig 35 Li oder 12,2 Seemeilen bzw. 22,6 km in ausländischen Maßeinheiten vom Land ausgreifend als unser Hoheitsgebiet. Ausschließliche Wirtschaftszonen werden bisher weder beansprucht noch anerkannt.

    Dschou Guogang

    Außenminister der Nationalchinopischen Republik

    Einmal editiert, zuletzt von Dschou Guogang () aus folgendem Grund: 22,6 km statt 2,6 km

  • Der sehr junge Dschou Guogang und die heuchlerische "nationalchinopische" Republik, die von einer korrupten Clique von Kapitalfaschisten mit ausländischer Waffenhilfe, weil sie besagten Ausländern gefällig ist, regiert wird und die ganz sicher niemand für den Vertreter des chinopischen Volkes hält - nicht mal in den Grenzen Shanpos und seines Umlandes - ist in keiner Weise berechtigt den fortschrittlichen und demokratischen Teil unseres gemeinsamen Vaterlandes zu kritisieren!


    Vor allem werden wir dem Teufel, General Fang, dem nicht einmal als die heijanischen Barbaren nach einem provozierten und von der von Tchino, dem Westen und Heijan, gesteuerten Reformerclique sekundierten Krieg bei uns einmarschierten, das Mindeste unternahm! Das trifft auch die Clique aus Tchino.


    Erst als bei uns die alten und jungen Gefolgsleute den Sozialismus wenistischer Prägung wiederherstellten, gelang es der Armee, den Aufständischen und den Sturmabteilungen der Partei das Vaterland aus den Klauen der militärfaschistischen Heijaner, die unser Volk, von dem sie die Kultur übernommen hatten, ohne einen signifikanten eigenen Beitrag zu leisten, und ihre niederträchtigen Stadthalter aus dem Lande zu werfen. Lediglich auf der Insel Dongfeng, auf die sie sich verkrochen haben, treiben sie noch ihr Unwesen!

    Dr. Tschï Pëng Dau

    Außenminister der Demokratischen Volksrepublik Hsinhai a.D.

    Sondergesandter für die Ostrenziatische Regionalkonferenz


    Einmal editiert, zuletzt von Tschi Pëng Dau ()

  • Schande über Hsinhai, Schande! Die Kommunisten haben dumm und unüberlegt gehandelt, nur mit Glück und ausgenutzten Patriotismus des Volkes ist es ihnen gelungen, ihr Versagen zu kaschieren und die Heijaner herauszuwerfen. Eigentlich spielte ihnen auch nur in die Hände, daß die Besatzer nach dem Krieg sich kaum noch kümmerten, was die Marionettenregierung tat.


    Ohne die irren Kommunisten, die keiner der drei Lehren des Volkes [Konfuzianismus, Buddhismus, Taoismus] folgen, bräuchten wir nicht mit dem Westen zu kooperieren. Aber so bleibt uns nichts anderes übrig!


    R O L L E N S P I E L:

    Der letzte Absatz war Dschou mehr rausgerutscht als daß er ihn hätte sagen wollen.

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