Dann frage ich besser gleich.
Rollenspiel
Eilig steht die Frau auf und geht von dannen. So bleibt Fenyra dort allein zurück.
Dann frage ich besser gleich.
Eilig steht die Frau auf und geht von dannen. So bleibt Fenyra dort allein zurück.
Vielleicht hast du ja recht und ein wenig Verrücktheit ist angebracht für bessere Ergebnisse. Es war bisher sehr mau hier in der Ausbeute. Ja, ich denke, ich sollte da mitkommen, wenn du nichts dagegen hast.
Ich glaube, wenn ich mit soetwas ankommen würde, dürfte ich mich nach einer neuen Arbeit umsehen. Es geht um wirtschaftliche Vorkommen, nicht um Stichproben auf einer einzelnen Klippe. Das mag bei dir anders sein, aber der Vergleich ist maximal fehl bei meiner Arbeit. Wirtschaftliche Vorkommen bestehen nicht aus einer Handvoll von Stichproben auf geringsten Raum. Da wäre dir Förderung ja geringer als jeder Gewinn daraus.
Warum willst du dir das überhaupt schönreden? Bist du etwa eine der Verrückten, die da hinwollen?
Sie lacht wieder gutmütig auf.
Aber wir sind ja auch keine Barbaren und geben die Schuld für eigene Taten anderen. Willst du bei jeder Sache an die Hand genommen werden? Man kann auch im Haushalt durch die dümmsten Dinge sterben. Bei der Logik müssten alle in der Gummizelle leben. Wenn ein Schild besagt, dass etwas gefährlich ist, dann schaust du doch sicher nicht dahinter nach, ob das überhaupt stimmt, oder?
Nein, aber wenn jemand von soetwas spricht, dann muss etwas anderes die Ursache sein. Ein Verbrechen oder eine andere kriminelle Angelegenheit. In der Regel werden solche Dinge ja nur behauptet, wenn irgendetwas nicht damit stimmt. Ich würde mich in jedem Fall von soetwas fernhalten.
Immerhin sind wir hier sicher. Ich habe ja gehört, dass einige Verrückte in einem verfluchten Dorf Schutz suchen werden. Was mich an dem Sturm am meisten stört ist seine Unnatürlichkeit. Ich habe unsere Meteologen befragt, weil ja eigentlich der andere Sturm der letzte in langer Zeit gewesen sein soll. Anscheined hatte sich dieser neue "spontan" gestern gebildet, um die Insel heute zu treffen. Sicher sind unsere Modelle nicht perfekt, aber das kam mir doch verdammt seltsam vor.
Ich habe keine große Spezialisierung. Das ist bei meiner Aufgabe nicht zweckmäßig. Schließlich soll ich nach allen möglichen Sachen suchen, ob Erze, Gesteine, Kristallformationen, seltene Erden. Ein Spezialist wird dann nach mir geschickt, jemand der alle von mir markierten Orte durchsucht. Also ein Spezialist für jede besondere Sparte jeweils.
Oh klar, ich bin im Auftrag von Tiamat unterwegs, um Gesteinsproben zu nehmen und eventuelle Schürfrechte ins Auge zu fassen. Ich denke mal, dass es bei dir ähnlich sein wird, nur eben um Pflanzen geht.
Ein wenig mag es verwundern, dass die Inseln im Blick der Schwerindustrie landen. Aber die Erwägungen Tiamats sind wohl auch logistischer Natur. Ein Tiefseehafen in der Region wäre für den Megakonzern ein scheinbarer Gewinn zum Transport von Waren über alternative Routen. Und natürlich der eventuellen wirtschaftlichen Erschließung von Öl, Gas und anderen Vorkommen in den nahen Gewässern.
Die Auflösung von Mathara hat weitreichende Konsequenzen für die Stadt. Nicht nur ist der neue Status Quo bereits wieder obsolet, de facto ist nun Tiamat nicht nur primus inter paris, sondern überragender Entscheider, was nicht nur mühelos die restlichen futunischen Fraktionen, sondern auch die renzianischen Konzerne gegen dieses vereint. Entsprechend gleitet die sowieso schon schleppende Entscheidungsfindung in den Stillstand über. Dabei sind weitere Reformen dringend geboten.
Finsternis 4, Sturm 3: Sie könnte wie bei allen Sachen Xaxai Anwar fragen. Und über diese den Transport organisieren lassen.
In einer halben Stunde etwa wird wohl der tropische Nachmittagsregen einsetzen. Und dann kann sie in den abgeschirmten Teil des Dachgartens gehen und diesem zusehen. Über der Stadt fliegt gerade eine Passagiermaschine Richtung Osten.
Als er merkt, dass seine und ihre Logik nicht miteinander konkruent sind, was Inhalte und Zusammenhänge angeht, fährt er sie schnell zu einem Wohnblock in einem Garten, wo die futunische Delegation abgestiegen ist. Reichlich lustlos, aber dennoch vorsichtig und mit der nötigen Sorgfalt hilft er beim Abladen. Dann lässt er sie mit ihren Proben vor dem Eingang in den Wohnkomplex stehen und fährt grußlos davon.
Du hast die aus dem Kernreich stammenden Angestellten in der futunischen Botschaft auf Hatha verschlossen erlebt und schließt daraus, dass die Einwohner Hathas, von denen du keinen einzigen gesehen hast, unfreundlich sind?
Er fährt vorsichtig an den Rand, um anzuhalten und fängt dann schallend an zu lachen.
Wasser 3: Ja, dass die futunische Botschaft kaum mit Einheimischen besetzt sein wird, hätte ihr eigentlich klar sein müssen. Das Selbsttor hat sie selbst zu verantworten.
Hier wird man in Ruhe gelassen und kann frei für sich forschen. Und man muss sich nicht verstellen und kontrollieren. Entgegen Hathas Ruf sind die Leute total nett, wenn man sie normal behandelt und weil das Land so klein ist, sind die Ansprüche auch nicht sehr hoch. Das Leben hier ist nicht auf zehn oder zwanzig Jahre ausgerichtet, sondern vielleicht auf ein halbes Jahrhundert. Das entschleunigt.
Die erste Frage kann ich dir nicht beantworten, weil ich mich dafür nicht interessiere. Du könntest für Mythen mit den Leuten sprechen. Und das letzte Thema interessiert mich auch nicht.
Okay, wir sind fast da. Das ist deine Chance, Fragen zu stellen, bevor wir uns wahrscheinlich nie wiedersehen.
Müsstest du das nicht eher wissen? Oder bist du nur zufällig bei der Delegation gelandet?
Er fährt durch einen Kreisverkehr und verlässt den Hafen.
Sie passieren die ersten Häuser und dann das Zentrum. Sehr groß ist der Ort wirklich nicht.
Keine Ahnung, ich habe nie etwas von Laboren gehalten. Das kam mir immer zu realitätsfremd vor.
Du musst schon im regulären Straßenverkehr testen, wenn das Fahrzeug dafür gedacht ist. Außer du siehst eine andere Möglichkeit, es danach für den Straßenverkehr zuzulassen.