Beiträge von Lehim

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    Für den Jahrestag wird dennoch überlegt, ob man auch unliebige Repräsentanten ausladen sollte. Auf der anderen Seite kann ein solches Ereignis ja auch versöhnend wirken. Viel wichtiger als dieses Gedankenspiel ist die Sicherung der Versorgung. Eine solche Feier ist dann doch deutlich über dem, was Lehim sonst zu leisten bereit ist. Wie bei der Fußballweltmeisterschaft braucht es hier die Hilfe der Hegemonie. Notgedrungen.

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    Inmitten der ganzen Wirren soll der Jahrestag nicht untergehen. Zwar ist die genaue Gründung etwas unsicher, aber man ist irgendwann übereingekommen, dass Lehim 776 vor unserer Zeit gegründet wurde. Damit wird Lehim dieses Jahr 2800 Jahre alt. Zu diesem besonderen Jubiläum muss schlicht alles stimmen und bereitstehen. Auch für Gäste soll es als eines der ältesten Staatsgebilde der Welt repräsentativ sein.

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    Die Regierung beendet ihren Sicherheitsbericht über die aktuelle regionale Lage. Dabei werden das Kernreich mit seinem Spiel um die ehemaligen Westlichen Inseln und das Imperium Ladinorum auf Grund seiner seltsamen Aufrüstung und Weltmachtsfantasien als größte Risiken identifiziert. Für Lehims Regierung ist damit nur weniger zukünftiger Tourismus, weniger Sicherheit und weniger Innovation im zivilen Bereich ersichtlich. Und steigendes Risiko im zwischenstaatlichen Miteinander.

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    In einer seltsamen Geschäftsidee wird der Tag als "Revolutionstag" den neugierigen Touristen verkauft. Selbst die so weit vom Kernreich entfernten Lehimi können wirklicher Revolution wenig abgewinnen. Gewaltsame Umstürze sind dann doch zuweit entfernt von jenen, die das Leben ernsthaft verehrten und eben keine soziopathischen Gestalten mit Todeslisten oder Mordabsicht sind. Entsprechend mag in solchen Veranstaltungen nur ein wenig Musik gespielt werden und seltsamere Alkholika ausgeschenkt werden, während zwei Beamte in Zivilkleidung die Teilnehmenden auf eine ganz andere Liste setzen: Eine mit jenen, die protentiell so gefährlich sind, dass man sie auf ewig des Landes verweisen muss.

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    Die neue Wirtschaftsplanung sieht vermehrt Leichtindustrie vor. Da Schwerindustrie auf Ashar zentriert ist, soll Leichtindustrie mehr in anderen Teilen des Reiches verteilt werden. Aber natürlich auch in Ashar mit für Beschäftigung sorgen. Es geht vor allem darum, die Mehrbelastung durch die weiteren Inseln sowie die Herausforderungen der Zukunft abzufangen. Eine größere Konzentration auf Schwerindustrie wäre zu dem ein deutlicher Verlust, da die Nachfrage regional und national schlicht nicht gegeben ist, wenn man einmal von einem moderaten Bedarf an Schiffen absieht, welche für Transport und Fischwirtschaft nötig sind.

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    An manchen Abenden lag das Trachten der Besucher scheinbar nur darin, große Mengen von Alkohol zum Schaden der eigenen Gesundheit in ihre Schlunde zu gießen und nur geringfügige und absolut unzureichende Mengen an Speisen dazu einzunehmen. Entsprechend hatten Wirt und Personal sowie einige medizinische Helfer alsbald die unbequeme Pflicht, menschliche Hindernisse aus der Krabbe und gegebenenfalls ins Krankenhaus zu verbringen.

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    Nach schier endlosen Vorbereitungen steht der neue Verwaltungsplan für die Inseln, die einst zu Jiklà gehörten. Dabei wird beim Lesen des Planes klar, dass nichts den Unwegbarkeiten überlassen wurde. Von der kleinsten Palme bis zum letzten Fähranleger wurde alles erfasst. Und natürlich auch, wie die neuen Gebiete siedlungstechnisch erfasst werden sollen. Also mit einem Drittel mehr Einwohner als bisher mindestens. Das wird auch eine demographische Hürde in besonderer Form.

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    In der Perspektive der im Sande verlaufenen Friedensverhandlungen spricht sich die Regierung für einen einseitigen Friedensvertrag mit Ratelon aus. Es sollte zumindest ein seperater Frieden geschlossen werden, um Rechtssicherheit und Stabilität zu erreichen. Man könne ja wohl kaum eine Partei wie Astor oder Albernia zum Frieden zwingen, wenn sie das offensichtlich nicht wollten.

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    Die Regierung kritisiert, dass keine Delegation aus Lehim zur Konferenz entsendet wurde. Von Lehims Seite wäre der Friedenswunsch viel glaubwürdiger, vor allem weil man auf Zaiidi verzichten könnte, auch wenn Lehim natürlich welche hätte. Diese Bemerkung löst mehr Aufregung aus als die gesamte restliche Nachricht. Steht jetzt eine Hexenkrise an?

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    Die Regierung gibt bekannt, selbst die Friedenskonferenz beherben zu wollen, sollte in dieser Woche keine entgültige Entscheidung anderer Akteure fallen. Die Dauerkrise belaste den Tourismus und es sei eine Schande für die Weltgemeinschaft, nicht diesen Umstand lösen zu wollen. Dabei könne man sich wohl kaum auf ein Land verlassen, dass nur deshalb nicht Agressor dastehen würde, weil es nur kurz vor dem eigenen Angriff überfallen wurde.

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    In dieser Woche werden die Berichte über den Oceanik zusammengestellt. Dabei sind die aktuellen Wirtschaftsenwicklungen und sicherheitspolitischen Bedenken an erster Stelle. Dann folgt eine Kurzanalyse regionaler und fremder Akteure sowie eine Prognose auf mögliche Entwicklungen. Letztendlich wird die Entwicklungsaussicht Lehims dagegen gestellt, um eine bessere Kontrastierung und Einordnung zu erreichen. Und dann ein landesweites Diskussionsforum eröffnet, um Ideen und Impulse zu gewinnen.

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    Die Agressionen anderer Nationen sind Lehim nicht entgangen. Aber man lässt sich dadurch nicht verrückt machen und setzt die Agenda erst deutlich später an. Immerhin ist Lehim mit einer vernünftigen auf Vertedigung ausgelegten Streitmacht ausgestattet und hat die Hegemonie im Rücken. In dem Fall macht sie auch die Hegemonie nicht dafür verantwortlich. Das ist ganz allein Sache der Irren, die sich hier aufspielen. Aber letztendlich geht es nur darum, die Touristen sicher vor dem Irrsinn der Welt abzuschirmen.

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    Die Regierung beginnt mit einer kontroversen Diskussion über Bevölkerungswachstum und Zukunftsperspektiven. Es ist ein offenes Geheimnis, dass bis auf Ashar der Großteil des Landes nur vom Tourismus lebt und so die Aussichten der Jugend auf Arbeit bei den meisten anderen Berufen beschränkt ist, so dass eine erhebliche Abwanderung in den Rest der Hegemonie besteht. Diesem will die Regierung einerseits durch Diversifizierung des Tourismus und andererseits durch eine mögliche neue Industrialisierung entgegen wirken. Auf der anderen Seite steht dabei aber auch Lehims Ruf als Luxusziel mit industriefreien Städten und Stränden auf dem Spiel.

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    Die Regierung warnt den Großwesir vor weiteren Aufrüstungen. Sie wird eine Eskalation stets ablehnen. Sowohl die Hegemonialregierung als auch die Regierung Astors gefährden den regionalen Frieden und das Wirtschaftsklima. Entsprechend setzt das Shaikhan hier eine Grenze, insofern dass man die Zusammenarbeit soweit einstellen wird, dass sich Lehim wie Khadesh verhalten würde. Entsprechend wäre Lehim nur noch nominell Teil der Hegemonie. Ein Austritt wird ausgeschlossen, aber man werde dann in Zukunft allein die eigenen Ziele verfolgen und nicht nur schlicht prioritisieren.

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    Die Regierung verweist etwa zwei Dutzend Repräsentanten der verschiedenen Fraktionen des Landes. Sie hätten die vereinbarten Grenzen überschritten und würden Lehims guten Ruf und Weltoffenheit gefährden, hieß es in der Begründung. Damit erreichen die Beziehungen zum Kernreich einen neuen Tiefpunkt. Die Lehimi sind zunehmend davon überzeugt, dass die Politik der Hegemonie ihre Interessen gefährden würde und dass eine nötige Selbsteinsicht arg vermisst wird. Allerdings sehen die Lehimi auch das Potential für eine bessere Arbeit, sie wollen davon aber erstmal überzeugt werden.

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    Da man schonmal beim Kritisieren ist: Die Regierung bemängelt die hegemonialen Arbeiten zur Beendigung des Kolonialismus und verurteilt die Nerica-Konferenz von Glenverness als blanken Versuch, kolonialistische Irrlehren über die rechte Überlieferung und Kultur der einheimischen Bwvölkerung zu stellen. Sie fordert eine Rückabwicklung der kolonialen Besiedlung und eine Repatrierung sowohl der Siedler in ihre Herkunftsländer als auch verschleppter Menschen zurück nach Nerica. Ungewöhnlich für ein Land, das sonst so sehr auf politische Neutralität beharrt, um den Tourismus nicht zu stören. Aber jede Nation hat ihre Empfindlichkeiten und Kolonialismus und Fremdbestimmung sind die Lehims.

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    Die Regierung kritisiert die Vorgänge um die Westlichen Inseln und verlangt eine Garantie zur Entmilitarisierung des Gebietes, da Lehim sonst alle Vorhaben boykottieren würde, die es in der Hegemonie boykottieren könnte. Auch wenn die Geste maximal symbolisch wäre, stellt sie immerhin eine Rückversicherung zur versprochenen Behandlung des Gebietes dar. Lehim sieht darin jedoch auch nur wieder eine langfristige Sicherung seiner Wirtschaft.

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    Das Shaikhan Lehim beharrt trotz dem Umstand, dass es an sich unmöglich sein sollte, im Falle der Auseinandersetzungen um Ratelon auf seiner Neutralität. Dabei führt es nur wieder vor, dass die Hegemonie nur über begrenzte Möglichkeiten verfügt, um Lehim oder Khadesh unter ihre Vorgaben zu zwingen. Lehim verweist auf seine politische und wirtschaftliche Unvoreingenommenheit. Wahrscheinlich will es nur seine tolerante Gesellschaft und den Tourismus schützen.

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    Die Welt befindet sich im Krieg, doch in der Krabbe gibt es eine Veranstaltung alternativer Künstler rund um Musik, Malerei und Basteln. Und wie immer blieben die Stammgäste bei solcherlei Trubel fern, denn die waren empfindlich gegenüber dem "Krach" und der "Verblendung". Bei den Kindern und einigen Unangepassten war das Ganze aber ein überwältigender Erfolg. Und manche Eltern, die in Sorge wegen der Weltlage waren, konnten mal kurz abschalten.

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    Heikles Streitthema ist die Haltung von Nutzvieh jenseits von Geflügel. Die Regierung lehnt die Haltung von Rinderherden wie im Kernreich üblich, strickt ab, da diese in ihren Augen zu strapazierend für Böden und Platz allgemein wären. Auch bei Ziegen und Schafen gibt es mitunter Einschränkungen. Bisher werden daher nur Sumpfschweine landwirtschaftlich gehalten, auch wenn diese wenig an die Bedingungen in Lehim angepasst sind. Und so bleiben Geflügel und Fisch die Hauptlieferanten für Nahrung jenseits von Gemüse, Obst, Pilzen und Wurzeln.