Rollenspiel
Ein älterer Mann von durchschnittlicher Größe in einem gut geschnittenen Anzug verlässt den Hubschrauber. Ohne langes Zeremoniell und ohne Hast wendet er sich der Menge zu. Seine Stimme halt mühelos über den Platz, auch die Versammelten auf dem Balkon können ihn problemlos verstehen. Seine Stimme ist angenehm und eingehend.
Hintergrund
Sturm ???: Die Polizeikräfte sind auf dem Platz angekommen und salutieren synchron, so als hätten sie das ihr Leben lang geübt.
Ehrbare Blutgeborene, ein guter Freund hat mich gebeten, an seiner Stelle eine Entschuldigung zu überbringen. Die Hegemonie hat euch zu lange im Stich gelassen. Jahrzehnte oder vielleicht sogar Generationen lang hat man euch hier darben lassen, eingesperrt in Strukturen, die euch unwürdig sind, ob nun gesellschaftlich oder architektonisch.
Rollenspiel
Er nickt den Leuten zu.
Das ist unsere Verfehlung als Hegemonie, unsere Blindheit und unsere Unwissenheit. Das ist nicht entschuldbar, weswegen ihr die Entschuldigung ablehnen solltet. An ihrer Statt will ich euch anbieten, dass wir diesen Ort zu einem lebenswerten Symbol machen. Einem Ort, an dem die Menschen ohne Beschwernis ihr Leben bestreiten können, ein Ort, an dem das Alter kein zusätzliches Gefängnis wird, sondern einfach nur ein neuer Abschnitt in der Lebensreise. Auf diesen Weise wird dieser Ort Teil des Traumes, der die Hegemonie eint: Ein gemeinsamer Garten von Naturschönheiten und Ideen, von Komfort und Gerechtigkeit, von Freiheit und Mitbestimmung.
Rollenspiel
Ein Lächeln bildet sich auf seinen Lippen.
Ehrbare Blutgeborene, lassen wir die hochtrabenden Titel, Schubladen und Schichten hinter uns. Schaffen wir einen Ort für uns und die Generationen nach uns, einen Aufbau mit Erneuerung, einem stetigen Wandel, der jedem nach uns neue Chancen eröffnet, der Auswahl bietet.
Doch ihr habt mehr als eine Idee verdient, daher etwas Konkretes: Wir wollen mit eurer Erlaubnis und eurem Einverständnis diesen Ort umbauen in einen Garten, der dennoch Flächen zum Wohnen und Arbeiten bietet. Wir wollen das Energiepotential nutzen und entsprechende Kapazitäten hier ansiedeln, damit ihr damit euren Lebensunterhalt mit verdienen könnt. Wir wollen die Straßenanbindung verbessern und verbreitern. Wir wollen besseren Zugang zu Strom, Wasser und der Grundversorgung. All diese Mittel und Möglichkeiten stehen bereit, aber ohne eure Zustimmung, ohne dass ihr Einsicht und Mitsprache hattet, wird nichts passieren. Ich bin nur ein Bote, ihr allein entscheidet jeder für sich was mit seiner Wohnung passiert und kann seinen Teil dazu beitragen, wie dieser Ort gestaltet und gepflegt wird.
Wenn euch andere diese Entscheidungen abnehmen, dann haben wir nichts gelernt und erneut versagt, dann seid ihr nicht wirklich Blutgeborene, sondern weiter Gefangene. Befreiung bedeutet auch, dass ihr diese Freiheit genießen könnt. Und dass ihr entscheidet. Daher ist das hier ein Angebot und die Pläne habe ich physisch und digital zur Ansicht bei mir. Danke für eure Aufmerksamkeit.
Hintergrund
Echo von Tausend Sternen: Eine bessere Welt ist möglich, aber nur gemeinsam. Aber dazu müssen die Menschen auch in der Lage sein, sich dafür zu entscheiden. Nur wer die Wahl hat, kann das Gute wählen!