Beiträge von Óc Eo

    Rollenspiel

    Men Sam An, Rergierungschefin der seit langem stabilsten Regierung, führt einen Kassensturz durch. Das ist natürlich zunächst ernüchternd, weil ein armes Land wie Óc Eo keine großen finanziellen Rücklagen hat. Aber gleichzeitig gibt es einen klaren Ausblick darauf, was wirklich an Geldern verfügbar ist, aus welchen Quellen diese stammen und wo Möglichkeiten bestehen, diese in gewinnbringende Initiativen für die Zukunft umzusetzen. Gleichzeitig soll versucht werden, herauszufinden, wo Geld durch Korruption oder andere Missstände versickert oder verschwindet. Das schafft natürlich auch einiges an Unruhe. Es bleibt also ein vorsichtiger, aber kritischer Prozess.

    Rollenspiel

    Thema ist der Brückenzoll für Óc Eo über die Brücken gen Diyarasu und weiter nach Panem. Da sich die beiden Nationen nicht einigen konnten, zahlt das Bjun immer noch den Regelsatz. Im Gegenzug für die Erlaubnis, eine Schnellstraßenverbindung über den Óc bauen zu können, soll der Zoll jedoch in Zukunft ausgesetzt werden. Diyarasu erhofft sich daraus eine bessere Anbindung der Republik Kanem Bas und deren westlicher Gebiete für einen wirtschaftlichen Vorteil. Da das an sich auch Vorteile für das Bjun hätte, gibt es von diesem keine sofortige Ablehnung. Aber es ist dennoch ein erheblicher Einschnitt in die Flusslandschaft und den Lebensalltag.

    Rollenspiel

    Der Staatsbesuch des Bjur in Panem auf der anderen Seite der Wasserstraße ist zumindest ein kleiner Erfolg. Als repräsentative Figur kann der alternde König wenig direkt bewegen, aber seine Bescheidenheit und mönchische Lebensweise bringt ihm auch in einem Land mit einem anderen Glauben Respekt ein. Zurückhaltung und Enthaltsamkeit von weltlichen Genüssen werden in vielen Glaubensrichtungen anerkannt und begrüßt. Der Besuch des Bjur hatte damit etwas von einer Art Priester, der tatsächlich lebt, was gepredigt wird, ohne das zu predigen.

    Rollenspiel

    Wie oft ist die Lebensmittelversorgung ein Konfliktfeld. Vor allem die Schadstoffbelastung des Óc wirkt sich negativ auf Fischfang und Ackerbau aus. Filteranlagen sind teuer, sowohl für die arbeitende Bevölkerung als auch Industrie und Landwirtschaft. Aber abnehmende Fruchtbarkeit und Krankheiten verschärfen die Notstände noch weiter.

    Rollenspiel

    Das Bjun hat die Debatte im renzianischen Fuso über den Beitritt zur Konferenz eng verfolgt. Damit stellt man schweren Herzens fest, dass die Organisation wohl nicht leisten kann, wofür man beigetreten ist. Entsprechend wird ein Austritt vorbereit. Besser dagegen erscheint die Prognose zum Wirtschaftswachstum. Durch die Maßnahmen der neuen Regierung lässt sich ein sattes Plus erwarten. International hat das wenig Bedeutung. Óc Eo liegt soweit hinten, dass es noch einen langen Weg zum Aufholen hat.

    Rollenspiel

    Es wird öffentlich darüber debattiert, die Konferenz der Nationen wieder zu verlassen. Klar wäre eine Runde, in der das kleine Bjun zu hören war, ein möglicher Gewinn, aber die Konferenz hat sich als zahnlose und ineffektive Quasselbude erwiesen. Im Vergleich zu anderen Nationen braucht das Bjun Geld auch für andere Dinge und kann es nicht mal eben so aus dem Fenster werfen. Entsprechend wäre ein Austritt auch eine Erleichterung für das enge Budget.

    Rollenspiel

    In diesen Tagen geht es die Qualität der Kleidung. Die meisten Stücke werden aus billigen Fasern oder Lederstücken vor Ort zusammengenäht. Eine industrielle Fertigung ist auf Grund der Verhältnisse schwierig, läuft jedoch in einigen Orten an. Generell geht es darauf, widerstandsfähige Kleidung für die humiden Verhältnisse und den Schlammfluss zu erhalten. Und natürlich entsprechend geeignete Kleidung für Spezialisten wie Rettungskräfte oder Bergleute.

    Rollenspiel

    Nach Entscheidung des Parlamentes unterzeichnet der Bjur die Rechtsakte, um wie die verschiedenen futunischen Reiche seine staatliche Zustimmung zu geben.

    Hintergrund

    Konvention über die Völkerrechtssubjekte

    Präambel

    Wir, die unterzeichneten Staaten und sonstigen Völkerrechtssubjekte,

    eingedenk der Notwendigkeit, daß die Verhältnisse zwischen Staaten und anderen Trägern der internationalen Ordnung rechtlicher Klarheit bedürfen,

    in dem Bewußtsein, daß dauerhafte und geordnete Beziehungen unter den Völkern auf gemeinsamen Begriffen und nicht auf willkürlicher Auslegung beruhen,

    im Bestreben, den diplomatischen Verkehr durch einsichtige und allgemein verständliche Grundsätze zu erleichtern,

    geben hiermit kund und zu wissen die folgende Erklärung, damit eine einhellige begriffliche Grundlage im Umgang mit Völkerrechtssubjekten begründet werde.

    Diese Erklärung begründet weder Pflicht zur Anerkennung noch greift sie in bestehende Anerkennungsgewohnheiten ein.


    Artikel 1 – Ziel der Erklärung

    Diese Erklärung dient der Darlegung grundlegender Begriffe und Kategorien im Zusammenhang mit Völkerrechtssubjekten.

    Sie verfolgt keinen konstitutiven Charakter und begründet keine unmittelbaren Rechte oder Pflichten.


    Artikel 2 – Definition

    Völkerrechtssubjekte sind Körperschaften oder Institutionen, die Träger von Rechten und Pflichten sein können, welche sich aus dem Völkerrecht ergeben.


    Artikel 3 – Arten von Völkerrechtssubjekten

    Es werden zwei Arten von Völkerrechtssubjekten unterschieden:

    natürliche Völkerrechtssubjekte

    abgeleitete Völkerrechtssubjekte


    Artikel 4 – Begriff

    (1) Ein natürliches Völkerrechtssubjekt ist ein Völkerrechtssubjekt, das seine Völkerrechtssubjektivität aus sich selbst heraus besitzt und nicht von einem anderen Völkerrechtssubjekt ableitet.

    (2) Natürliche Völkerrechtssubjekte können staatlicher oder nicht-staatlicher Natur sein.

    (3) Natürliche Völkerrechtssubjekte staatlicher Natur sind Staaten im Sinne dieser Erklärung.

    (4) Natürliche Völkerrechtssubjekte nicht-staatlicher Natur sind Körperschaften, die gemäß historischer Praxis und allgemeiner Übung als Völkerrechtssubjekte anerkannt sind, obwohl sie keine Staaten darstellen.


    Artikel 5 – Staaten im Sinne dieser Erklärung

    Ein Staat im Sinne dieser Erklärung ist ein natürliches Völkerrechtssubjekt staatlicher Natur, das grundsätzlich in der Lage ist,

    über ein Staatsgebiet zu verfügen,

    über ein Staatsvolk zu verfügen,

    Staatsgewalt auszuüben, und

    mit anderen Völkerrechtssubjekten in politischen Kontakt zu treten.

    Diese Erklärung trifft keine Aussage darüber, wie diese Voraussetzungen im Einzelnen festzustellen oder zu bewerten sind.


    Artikel 6 – Nicht-staatliche natürliche Völkerrechtssubjekte

    Natürliche Völkerrechtssubjekte nicht-staatlicher Natur sind solche, die die Merkmale eines Staates nach Artikel 5 nicht erfüllen, jedoch über die anerkannte Fähigkeit verfügen, mit anderen Völkerrechtssubjekten in politischen Kontakt zu treten.


    Artikel 7 – Internationale Organisationen

    (1) Abgeleitete Völkerrechtssubjekte sind Völkerrechtssubjekte, deren Völkerrechtssubjektivität nicht originär besteht, sondern von anderen Völkerrechtssubjekten abgeleitet ist, durch welche sie gegründet wurden.

    (2) Abgeleitete Völkerrechtssubjekte beruhen auf einem völkerrechtlich verbindlichen Gründungsakt, der ihre Organisation, Aufgaben und Vollmachten festlegt.

    (3) Der Umfang der völkerrechtlichen Rechte und Pflichten eines abgeleiteten Völkerrechtssubjektes bestimmt sich nach den im Gründungsakt festgelegten Aufgaben und Befugnissen.


    Artikel 8 – Anerkennungswirkung

    Die in dieser Erklärung verwendeten Bezeichnungen entfalten keine verbindliche Wirkung für das staatliche Handeln des Unterzeichnenden.

    Insbesondere berührt die Einordnung als Staat oder Völkerrechtssubjekt im Sinne dieser Erklärung nicht das Recht jedes Staates, eigenständig über die Anerkennung anderer Akteure zu entscheiden.


    Artikel 9 – Schlussbestimmung

    Diese Erklärung steht allen Staaten und sonstigen Völkerrechtssubjekten offen.

    Ein Anschluss erfolgt durch öffentliche Erklärung oder ausdrückliche Bezugnahme.

    Ein formelles Ratifikations- oder Verwahrverfahren ist nicht vorgesehen.

    Rollenspiel

    Das hiesige Wassergeflügel ist wesentlicher Bestandteil der einheimischen Küche, vor allem Ente. Gebratene und gebackene Ente sind beliebte und oft zu bereitete Speisen, meist mit Reis, Gemüse und einer kräftigen scharfen Sauce gereicht. Aber auch Fisch und exotische Speisen wie Krokodil und Tintenfisch haben ihren Platz auf der Speisekarte und im Kochtopf. Vielerorts begnügt man sich auch mit Allerlei, in dem man einfach Essensteile, zum Teil auch Reste anderer Mahlzeiten in einen Topf gibt und diese zusammenrührt. Das ist nicht für jeden etwas, aber da man nicht viel hat, ist es für viele die karge Mahlzeit.

    Rollenspiel

    Von irgendwelchen Spannungen, soweit man das hier mitbekommt, ist man im Reich der Schlange weniger beeindruckt. Wenn ein Stadtstaat wie Diyarasu selbst ohne Hegemonie schon übel in Óc Eo eingreifen kann, dann sind solche fernen Giganten nicht wesentlich schrecklicher. Dazu ist man zu schwach. Aber man ist sich auch sicher, dass man kein attraktives Ziel darstellt. Und so geht es wieder eher um Fischfangquoten als um irgendwelche Außenpolitik.

    Rollenspiel

    Auch wenn es keine Medaillien zu gewinnen gab, ist die Nation von dem abgesehen davon guten Abschneiden ihrer Sportler begeistert. Als kleines Land ohne nennenswerte Wirtschaft und nur verschwindend geringen Möglichkeiten für ein nationales Sportprogramm sind solche Leistungen herausragend. Ein seltenes nationales Fieber hat sich dem Land in den letzten Wochen bemächtigt und auch öffentliche Feste sorgen für eine besondere Zusammengehörigkeit. Vor allem werden zahlreiche Menschen als neue Mitglieder in Sportvereinen gewonnen. Die Regierung hofft, hier einmal Gelder für Ausstattung zusammentragen zu können.

    Rollenspiel

    Viel effektiver stellt sich die neue digitale Datenbank zur Erfassung krimineller Taten heraus, welche aus Entwicklungshilfe finanziert wurde. Generell funktioniert die Methode der Regierung, Entwicklungshelfern ihre sinnlosen Gesten auszureden und stattdessen in vernünftige Anschaffungen zu investieren, seien es Pumpen in Brackwassergegenden, tragbaren Minikläranlagen oder der Eröffnung einer Bauernbank für Mikrokredite. Dass bombastische Erfolge ausbleiben, liegt vor allem in der Geographie begründet. Der Óc bleibt Fluch und Segen zugleich und kann nicht wirklich gebändigt werden.

    Rollenspiel

    Im Versuch, die Korruption und Bandenkriminalität unter Kontrolle zu bekommen, werden zahlreiche schwimmende Siedlungen, aber auch einzelne Boote durchsucht. Dabei erwischt man wie so oft jedoch nur Kleinkriminelle und unabsichtlich Gesetzesbrüchige. Die Banden entkommen den Behörden selbst wenn diese von denen nicht unterwandert wurden durch den Mangel an schnellen Booten oder gar anderem Gerät bei den Offiziellen. Entsprechend ist der Erfolg so mager, dass er an Geldverschwendung heranreicht.

    Rollenspiel

    Neue Baumaßnahmen sollen schwimmende Dörfer in dauerhaft feste Ansiedlungen verwandeln. Dämme und Aufschüttungen sowie tief verankerte Fundamente und Anker sind einige der Versuche, dieses Ziel zu erreichen. Das wird mit Mitteln bestritten, die aus dem geringen Überschuss übrig waren.

    Rollenspiel

    Immer mal wieder fällt landesweit der Strom aus, weil weder Netz noch Energieerzeugung zuverlässig sind. Dagegen entwickelt nun die Regierung den Plan kleinere Solarzellen einzusetzen. Sie sollen vor allem die vielen schwimmenden Siedlungen zuverlässiger mit Strom versorgen. Dazu kommt ein Kredit für Batterien. Angesichts mangelnder eigener Produktion ist man dabei jedoch auf teuren Import angewiesen.

    Rollenspiel

    Die Fischfangquoten müssen wieder angepasst werden. Gerade auch wegen der Belastung der Gewässer mit Chemikalien und anderen Verunreinigungen. Entsprechend werden einige Fischgründe unter eher wenig effektive Stoppmaßnahmen gestellt. Und einige Gewässer ganz verboten in der Hoffnung, dass sich Populationen erholen und so länger halten. Mit seinen mageren Mitteln kann das zuständige Amt das jedoch eher nicht durchsetzen.

    Rollenspiel

    Der Abbau von geeignetem Holz ist in den letzten drei Jahren spürbar gestiegen. Es handelt sich also um eine langfristige Entwicklung, die sich nicht die aktuelle Regierung nicht als Erfolg anrechnen kann. Nichtsdestotrotz ist diese Nachricht ein Erfolg für die heimische Holzverarbeitung, besonders beim Bau von schwimmenden Dörfern, Booten und Möbeln. Holz ist schwer zu gewinnen, da es meistens zu feucht und verrottet ist.

    Rollenspiel

    Wenn man ziemlich weit hinten liegt, hat auch das beste Wirtschaftswachstum nur geringe Auswirkungen, aber erfreulich sind die Zahlen dennoch. Dieser Zuwachs ist vor allem verbesserter funkgestützter Kommunikation zu verdanken, wodurch Engpässe im alltäglichen Bedarf schneller auffallen und beseitigt werden können. Dazu kommen einige Zugewinne in der Fertigung von Werkzeug, um die Produktion im Land zu stützen. Und letztendlich finden sich immer mal einige Touristen ein, auch wenn es vor allem perverse Elendstouristen sind.