Beiträge von Esra Serg

    Ich glaube der größte Kostenfaktor sind da die Gehälter der Pfleger und Ärzte. Aber ich bin da nicht vom Fach.

    Krokodile essen doch nicht so viel, oder? Es sind ja Kaltblüter.

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    Sie lächelt, ein zwinkern wenn keiner guckt

    Also, das glaube ich zumindest.

    Krokodile sind grundsätzlich erziehbar mit Klickertraining.

    Nur dafür müssen diese auch immer gefüttert werden. Zugegeben, dafür braucht es viel Zeit und man muss die Tiere vermutlich einsperren. Und das widerspricht Futunas Selbstbild dann ja wieder.

    Die Eulen würden ja wegfliegen wenn es ihnen nicht gefallen würde. Oft muss man Tieren aber auch nur beibringen, dass es irgendwo Futter gibt und dann gefällt es ihnen üblicherweise ganz gut.

    Gegenfrage, gibt es irgendetwas was nicht Natur wäre? Oder ist menschlicher Kulturraum ein Gegensatz zu Natur? Ich bin mir nicht sicher welchen Modus Operandi Futuna hier benutzt. Ich sehe die gesamte Schöpfung als Heilig an.

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    Sie lässt das ihr dargebotene etwas auf sich wirken und verkneift sich exakt drei Kommentare oder Witze die ihr eingefallen sind.

    Daheim in Karakant nicht, in Raplakara schon.

    Im Palast selbst lebt nur ein Pfauenpaar die sehr an den Menschen gewöhnt sind. Die anderen Tiere sind in Parks und im großen Botanischen Garten untergebracht.

    Rollenspiel

    Sie tippt sich ein paar unbewusst mal ans Kinn

    Im Botanischen Garten von Karakent leben Schleiereulen. Wir haben sie behutsam angesiedelt, neben Schildkröten und Vögeln, die dem Klima nicht fremd sind. Der Garten ist kühl gehalten, mit Wasserläufen und schattigen Wegen. Es ist ein Ort der Sammlung, nicht des Schauens. Ich gehe oft dorthin, wenn ich denken muss. Aber abseits der Paläste, der Platz den viele Tiere brauchen ist da leider nicht mehr gegeben.

    Tiere sind eher im Bahçe-i Siyah, dem Botanischen Garten, zu finden. Außer Katzen. Katzen sind aber einfach überall.

    Eine sehr gute Frage! Ich werde das mal nachforschen lassen.

    Rollenspiel

    Esra muss an ein sehr beliebten Spiel aus ihrer Jugend denken in dem man lustige Schildkrötenpanzer auf andere Leute schießt und ist für ein paar Sekunden geistig ganz woanders.

    Ich kann mich nicht entscheiden ob solch eine Existenz Segen, Fluch oder beides ist.

    Rollenspiel

    Ihr verhalten funktioniert zumindest bei ihren Landsleuten soweit scheinbar ganz gut. So hat man eben für unterschiedliche Gruppen unterschiedliche Masken auf. Vor ihrem ranghohen Gastgeber versteckt sie das einfach gar nicht. Wie oder ob das zu deuten wäre ist vielleicht schon Teil des Spiels.

    Sind die Frösche giftig?

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    Esra tut wie ihr geheißen. Gewisse Einführungen wie man mit den Sitten von Ländern hat sie ja im Gegensatz zu der Person die sie spielt hinter sich. Sie hält sich erstmal zurück und lässt die Beamten und ihre sonstigen Mitarbeiter ihre Arbeit tun.

    In der Anwesenheit der anderen Menschen um sie herum gibt sie sich plötzlich doch eine ganzes Stück weit naiver als noch eben zusammen in der Unterhaltung mit Yanshir.

    Rollenspiel

    Esra nickt langsam als sie die Gebäude und den Landschaftsbau bewundert und richtet ihren Blick dann wieder auf ihren Gastgeber.

    Bitte verzeihen sie mir, mir ist es zuwider Mitmenschen die Worte im Mund umzudrehen, aber ich glaube alle Orte sind besonders und leider ist mein Leben zu kurz um auch nur einen Teil Futunas zu sehen.

    Wollen wir?

    Also ist der Mensch doch nicht Teil der Natur und hat sein eigenes Biotop. Mir war doch so.

    Ich versuche nur Mißverständnisse so weit es mir möglich ist zu vermeiden. Die Frage ist, ist es eigentlich Tierquälerei Menschen is Häuser zu sperren?

    Käfer sind rein persönlich gesehen gleich nach Spinnen das schlimmste was es gibt. Oder diplomatischer ausgedrückt: Spinnen und Käfer sind total schön, solange eine hinreichend dicke Plastik- oder Glasscheibe zwischen mir und dem Tier ist.

    Rollenspiel

    Sie lächelt ihren Gastgeber warm an

    Rein biologisch schöne, psychologisch für mich persönlich leider nicht. Ratten und Mäuse hingegen ...

    Rollenspiel

    Sie lehnt leicht vor, die Hände gefaltet, der Blick ruhig aber mit einem interessiertem Flackern in den geweiteten Pupilen. Freundlich, wach und nicht ohne einen Hauch von Belustigung in den Augen lächelt sie an der Grenze zum grinsen. Viele der höfischen Masken hat sie, vielleicht unvorsichtig, beiseite gelegt.

    Ah, dann also kein Lobgesang auf die Zivilisation, sondern ein Stoßgebet an die ewige Anpassung. Ich danke für die Offenheit, Exzellenz.

    Rollenspiel

    Nun zwinkert sie und schaut dann erneut zum Wasserfall.

    Dass man sich von Kontexten lossagen will, und dass man Kontrolle geringschätzt, Verantwortung ablehnt, Entscheidungen entmystifiziert und die Revolution zur stillen Innenübung erklärt, das ist sicherlich ein konsequentes, in sich geschlossenes Weltbild. Und dennoch frage ich: Was bleibt, wenn alles fließt? In der Großsergei glauben wir nicht an Sicherheit durch Starre, aber wir glauben an Ordnung durch Haltung. Nicht, weil sie bequem wäre, sondern weil sie trägt. İnanç olmadan irade yoktur. Ohne Glauben keine Entschlossenheit. Woran man glaubt ist dafür dann fast schon egal.


    Rollenspiel

    Ihre Stimme senkt sich. Nicht belehrend, nicht überlegen sondern nur leise. Fast wie jemand, der ein Gedicht zitiert, das niemand hören möchte.

    Man kann sich lösen – ganz und gar,
    von dem, was einst bedeutend war:
    Vom Ursprung, Pflicht und dem Erinnern,
    bis alle alten Lichter flimmern.

    Dann treibt man fort, so warm, so still,
    als ob das Wasser tragen will.
    Es scheint so leicht, es scheint so gut –
    doch in der Tiefe ruht die Glut.

    Wer lange treibt, vergisst den Grund,
    vergisst das Rufen, dumpf und wund.
    Und atmet weiter, Tag um Tag,
    obwohl die Lunge längst nicht mag.

    Ein Hauch von Sein, doch ohne Halt –
    der Mensch wird weich, die Welt wird kalt.

    Interessant, wie oft wir das eigene Modell als Maßstab aller Dinge setzen. Es gibt jedoch drei Paradoxien, denen der Mensch nur schwer entkommt:

    Erstens: Die Annahme, dass Expertise auch dort greift, wo sich keine Vergleichswerte bilden lassen wie bei Ereignissen ohne Wiederholung, in Situationen ohne Kontrolle. Gerade in Politik und Ökonomie zeigt sich oft das Gegenteil.

    Zweitens: Der Glaube, dass kollektive Entscheidungen automatisch zu besseren Ergebnissen führen. Doch Masse erzeugt nicht Weisheit, sondern häufig Nachahmung, Gruppendruck und das, was man 'Herdendenken' nennt.

    Und Drittens: Die Überzeugung, dass ein bestimmtes Gesellschaftsmodell, sei es hierarchisch oder kollektiv, dem anderen überlegen sei. Dabei lässt sich kaum je trennen, was aus kulturellem Kontext gewachsen ist und was tatsächlich verallgemeinerbar wäre.

    Rollenspiel

    Sie legt den Kopf schief, die Finger ihrer Rechten streichen über ihren Oberschenkel und sie schaut für einen Moment in die Ferne.

    Also ein Ameisen- oder Termitenhügel. Nur kommen die ohne Wasser aus.

    Ich sehe das Problem da auch nicht beim einzelnen sondern bei Gruppen, die leider nachweislich eher nicht mit Weitsicht geprägt sind. Gerade deswegen braucht es ja Führer. Der normale Mensch hat leider nur selten Antrieb, Zeit oder Verstand sich mit den wichtigsten Dingen zu beschäftigen.

    Ich zum Beispiel überlasse Spinnenkunde lieber den Leuten die dafür scheinbar mehr gemacht sind als ich. Ihnen zum Beispiel. Wenn es Futuna aber gelingt der Masse der Menschen die Gier und die Bequemlichkeit zu nehmen wäre das glaube ich der gröte Fortschritt.

    Rollenspiel

    Sie grübelt einen Moment

    Sorgt der Wasserfall eigentlich für eine höhere Luftfeuchtigkeit, und wie hoch ist die hier so? Unsere Hauptstadt Kakakent liegt direkt am Meer und das kann an gewissen Tagen sehr unangenehm werden.

    Rollenspiel

    Esra schaut noch lange auf den Wasserfall, die Stirn kraus

    Also ist alles grün hier zu bestimmten Zeiten komplett von Spinnenweben bedeckt? Das muss doch ein Festfressen für die Achtbeiner sein.

    Gibt es dann auch ab und zu so Spinnen Blüten hier? Unserer Erfahrung nach macht der Mensch es eigentlich fast immer nur schlimmer. Wobei es den meisten Regierungen und Menschen aber auch deutlich an Geduld und Weitsicht mangelt.

    Oh wie hübsch!

    Aber, Frage!

    Rollenspiel

    Sie runzelt die Stirn, ihr Kopf leich schief gelegt und erinnert sich dass wohl daran, dass man auch hier wohl keine Gedanken lesen kann und fährt fort:

    So viel grün, gibt es da nicht zu viele Insekten oder wie geht Futuna damit um? Ich kann schon bei uns nicht ohne Mosquittonetz oder Netzen vor den Fenstern vernünftig arbeiten, von schlafen ganz zu schweigen. Bei uns hatte mal jemand die Idee weiblichen Mosquitos die Flügel wegzulasern, aber das war ein fieser Scharlatan!

    Nun, mir ist bewusst, dass man hierzulande etwas blumig. Also sie könnten grillen aber sie wollen nur nicht?

    Öl ist eine Pest. Ich wünschte wir könnten effektiver und schneller von dieser wirtschaftlichen Droge loskommen.

    Wasserfälle? Ja. Wir haben nicht viele davon. Werden wir einen sehen? Oder gleich zwei?