Ein gespaltenes Erbe
Die größte Bedrohung für das chinopische Weltbild stellen nicht die abtrünnigen Teile dar, welche als Ostchinopien bekannt sind, sondern vielmehr die sich auflösenden Strukturen der Verwaltung, welche über Jahrhunderte Einheit und Harmonie garantiert haben. Selbst die althergebrachten Provinzunterteilungen verlieren an Wert, wenn lokale Verwalter und Beamte ihre eigenen kleinen Einflussgebiete aufbauen. Es herrscht kein Bürgerkrieg - diese Einladung an Fremde will man sich nicht erlauben - aber eine Einheit ist faktisch nicht gegeben. Dennoch ist das Kaiserreich immer noch durch seine Weite und Bevölkerung nicht zu unterschätzen. Und so sind ausländische Einflüsse vor allem von subtilen Einflussversuchen geprägt. Sie versuchen lokale Potentaten aufzubauen, um die Situation in ihrem Sinne zu beeinflussen.
Der Glaube an die Rückkehr sagenhafter Heilsbringer
Neben dem traditionellen Volksglauben ist vor allem in der einfachen Bevölkerung, ob Bauern oder Stadtbevölkerung, die Legende verbreitet, dass dereinst Kaiser Denne, welcher als der letzte große Kaiser wahrgenommen wird, dereinst wieder sich erheben wird, um das Land zu einen und Ordnung und Harmonie zurückzubringen. Diese Situation wird durch zahlreiche Scharlatane und Schauspieler erschwert, die zum Teil durch innere Kräfte, zum Teil aus persönlichen Oppertunismus und zum Teil durch äußere Intrigen versuchen, sich als wiedergekehrter Kaiser Denne etablieren zu wollen.
Die Wirtschaft in Auflösung
Der chinopische Reichtum, einst Symbol der Vormachtstellung des vereinigten Kaiserreichs in Renzia, ist dahingeschmolzen. Durch die Auflösung der Einheit ist die Infrastruktur ausgedünnt und wenig gepflegt. Es wird mehr regional oder gar lokal für Bedarf produziert, nicht mehr für den nationalen oder gar den internationalen Markt. Entsprechend befindet sich der Wohlstand im langsamen Abwind, noch kein schneller Sturz, aber ein langsames Vergehen von wahrnehmbaren Reichtum. Unter diesen Umständen verwundert es wenig, dass die Jugend an Perspektive verliert und entweder das System selbst in Frage stellt, die eigene Entscheidungskraft deklariert oder an das Verlassen des Landes denkt.
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