Beiträge von Yanshir al-banabi

    Ehrbare Kinder des Blutes,

    erneut hat das Heilige Land Futuna ein weiteres Jahr seiner erleuchteten Existenz überdauert. Die Instabilität der letzten Jahre ist zu Gunsten nie dagewesener Stärke gewichen. Doch eine solche Stärke ist sinnlos, wenn die Welt nicht davon überzeugt werden kann, dass unsere Anleitung zum Wohle aller ist. Der Versuch, die Welt zu ihrem Glück zu zwingen, kann nur zum Scheitern führen. Daher müssen wir durch Kompromisse, Zuhören und Kooperation von unseren Absichten überzeugen. Ich bin jedoch sicher, dass dies ohne Zweifel geschehen wird.

    Rollenspiel

    In seiner Rede beschreibt der Ashantir mehrere positive Ereignisse in der Hegemonie, besondere Errungenschaften ausgewählter Blutgeborener und Festlichkeiten.

    Daher wünsche ich allen den Segen der Götter und ein erfolgreiches nächstes Jahr der Futunischen Zivilisation!

    Pfauen finden sich eher in Goman oder auch allgemein in Solaman. Das mit Ihren Tiergärten finde ich faszinierend. Haben Sie den Eindruck, dass dieser Zustand der heiligen Natur und seinen Bewohnern angemessen ist? Ihre Eulen mussten also dorthin verbracht werden, sie sind nicht von Natur aus dahingereist? Das erinnert mich an Galismangale, die muss man auch immer gewaltsam von Stadtwiesen entfernen, weil Mitglieder der Familie der Krokodile in der Nähe kleiner Kinder eine sehr dumme Idee wäre.

    Haben Sie viele Krokodile daheim?

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    Sie erreichen einen weiteren Teil des Palastes mit entsprechenden Bewohnern. Welch ein Zufall!

    Ich denke schon. Die Farbe ist ein für mich deutliches Zeichen. Allerdings werden sie dennoch vom banabischen Gigantenstorch gefressen. Aber vor dem nehmen auch Löwinnen Reißaus.

    Rollenspiel

    Das wirkt ziemlich unglaubwürdig, dass ein solch gewaltiger Storch existieren sollte, der ballgroße giftige Frösche frisst. Eine kleine, graue Echse liegt auf einem Mauerstück in der Sonne und starrt Esra träge ins Auge.

    Rollenspiel

    Ob sie mit dem Verhalten bei einer Gruppe von Menschen durchkommt, welche die Wahrheit verehren und sie als so kostbar ansehen, dass sie permanent die Lüge üben und praktizeren, vermag man nicht zu sagen. Da es keinen Vergleich gibt, ist schlicht unklar, ob die Behandlung davon ausgeht, dass Esra wirklich naiver wäre oder nicht. Vielleicht werden auch alle immer so behandelt. Es fehlt schlicht an Daten, ob die Reaktion auf das Verhalten der Kronprinzessin den von ihr gewünschten Effekt hat oder nicht.

    Der Ashantir leitet sie jedenfalls durch den Garten und die Wege in den Palast hinein. Dabei kommen sie an einer Gruppe seltsamer fußballgroßer grünblauer Fröche vorbei, die teilnahmslos in einem Basin hocken.

    Das sind die Vergessenen Frösche. Man findet sie nur in solch abgelegenen Gärten. Sie tun faktisch nichts außer den ganzen Tag in Becken zu hocken und nach Insekten zu schnappen. Manchmal werden einige von Störchen gefressen. Angeblich versuchen sie sich daran zu erinnern, was alle vergessen haben. Ich vermute jedoch, dass diese Erzählung nur interessiert, um solche große Frösche interessanter wirken zu lassen.

    Einen Teil sehen Sie ja jetzt gerade. Ich führte Sie dann in das Gewölbe der Tausend Sterne, wo der Großwesir mit Ihnen speisen und über die regierungspolitischen Angelegenheiten sprechen wird. Der Weg dorthin führt uns durch den Garten der vergessenen Unendlichkeiten.

    Rollenspiel

    Angestellte und Mitarbeiter - in einer erleuchteten Gesellschaft gibt es weder Gefolgsleute noch Diener - öffnen die Türen der Fahrzeuge und die Tore in den Palastkomplex. Sie übernehmen es, die Leibwächter, Übersetzer, Dolmetscher, Sekretäre und sonstigen Begleiter entsprechend auf die Besonderheiten hinzuweisen, während die Gruppe mit dem Ashantir und der Kronprinzessin mit ihren Leibwächtern und einem Dolmetscher schon einmal vorgelassen wird, um Verzögerungen auf ein Minimum zu beschränken. Durch eine Pforte gelangen sie in einer der für diplomatische Besuche freigehaltenen Bereiche; schließlich steht der Großteil des Komplexes der Regierungstätigkeit oder dem Besuchsverkehr von Pilgern und Neugierigen zur Verfügung.

    Rollenspiel

    Sein Blick verändert sich nicht, allerdings lässt seine Haltung eine leichte Anspannung erahnen. Vielleicht ist es aber auch ein wenig Erschöpfung.

    Alles in seinem Rahmen. Und sicher sind gewisse Häuser eine Qual für die meisten Leute. Nun, wir sind bald da. Oder wollen Sie noch einen besonderen Ort sehen?

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    Sie halten schon einmal vor einem Eingang.

    Schade, ich hätte Ihnen gerne ein paar unserer Glühwürmchengärten gezeigt. Die sind in meinen Augen ein prachtvoller Anblick. Und ich muss mich wohl entschuldigen, denn wenn Sie Insekten so sehr ablehnen, waren Ihnen die Grillen wohl ein Graus. So schöne Mäuse und Ratten haben wir dagegen nicht. Vielleicht wäre die Wüstenspringmaus ganz nett, aber die werden Sie in Banaba nur an zwei Orten finden und mit Sicherheit nicht hier.

    Eine Kette, die trägt, ist in meinen Augen immer noch eine Kette. Sie mag uns schöne Worte geben, aber wenn ich mich freiwillig der Struktur hingebe, dann bin ich die Struktur und nicht mehr ich selbst. Es ist keine Ablehnung der Ordnung, es ist immerwährende Erneuerung. Das ist Ordnung an sich, aber nicht Ordnung, die ewig steht, sondern Ordnung, die immer neu entsteht. Es ist nicht alles Chaos, nur weil es fließt. Es ist eine Ordnung, aber eine die atmet und wächst. Eine Ordnung, die lebt. Es ist eine Ordnung, die überlebt. Auf diese Weise kann ein Halt nicht wegbrechen.

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    Er blickt aus dem Fenster, wo Neues und Altes eine seltsame Symbiose eingehen. Ist das seine Ordnung?

    Sie sollten bedenken, dass wir dieses Modell, also das unsere, vor allem hier anwenden und ihm daher entsprechende Bedeutung bei uns einräumen. Wir haben weder Verantwortung noch Wille den Rest der Welt zu retten oder zu bekehren. Unser einziges Ziel ist das Überleben der futunischen Zivilisation. Durch fortlaufende Adaption.

    Zu Ihren Paradoxien und ich bin nun kein Philosoph. Und damit liebe ich die Weisheit ja schonmal automatisch nicht.

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    Er zwinkert ihr zu, um das plumpe Wortspiel zu entkräften.

    Expertise ist etwas, wovor man sich hüten sollte. Das würde bedeuten, dass man eine Position erreicht hat, in der man sich seiner Fähigkeiten und seines Wissen zu gewiss ist. Unsicherheit und Lernbereitschaft sind bessere Motivation. Wenn es keine sicheren Parameter gibt und alles im Fluss ist, dann muss ich mich immer anpassen. Kontrolle wird überbewertet. Alles ist loszulassen. Dadurch werden wir. Wenn wir stillstehen und sind, dann gibt es nur noch den Tod.

    Nichts führt zu Entscheidungen, die besser sind. Besser, gut, schlecht, das sind nur dröge Bewertungen eines bequemen Geistes. Jemand der zaudert, der hadert. Die Angst vor dem Versagen. Es ist wichtig zu tun. Geben wir dem Einzelnen alles an die Hand, dann nehmen wir ihm jegliche Stütze. Die Masse, wie schön, sie kann keine Sicherheit bieten, wenn die Herde keine bietet, denn alles kann falsch sein. Sagen wir uns von all dem los, gehen wir voran, immer zu. Das Ziel ist der Weg selbst.

    Damit sind auch Gesellschaften und Hierarchien im Wandel. Wir hatten einst keine Großwesire, es gab kein Aszanah, kein Oritansh, keine Regierung, keine Entscheidung; nur endlose Debatten. Kontext ist auch nur eine dieser Sicherheit. Lassen wir ihn los. Fliegen wir frei, fliegen wir blind. Genug ist zu wenig. Diese seltsamen Sozialisten und Kommunisten im Ausland haben die Sache mit der Revolution nicht verstanden. Das ist keine gesellschaftliche Sache, sondern eine individuelle. Deswegen scheitern die am meisten damit. Revolution ist in uns selbst. Immerwährend. Viele versuchen nur, straucheln. Sie tun nicht. Sie scheitern schon an der Angst. So werden sie niemals fliegen.

    Ha, ich denke, ich verstehe, warum Sie so oft enttäuscht werden.

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    Nachdem sie von der formellen Ansprache in das weniger formelle Sie übergegangen ist, greift er das natürlich auf.

    Die futunische Gesellschaft ist ein Gemeinschaftsprojekt, keine Anstrengung irgendwelcher Führer. Diejenige Fraktion, welches dieses moderne Wohnen erfunden hat, ist sogar bekannt dafür, dass sie kollektive Entscheidungen trifft. Der Bund des Einhorns. Erfahrungsgemäß ist die Hierarchie und das Duckmäusertum im Ausland eher Grund für dessen Rückständigkeit. Die Menschen halten sich lieber gegenseitig dumm oder sind blind gehorsam. Das kann nicht zum Besseren der Gesellschaft sein.

    Windkanäle sorgen für eine Wärmeableitung in der Stadt, Wasser und Pflanzen halten die Gebäude selbst kühler. Entsprechend ist die Abwärme einer solch großen Stadt ein geringeres Problem.

    Wir haben es hier vor allem mit Jagdspinnen zu tun. Da ist das Aufkommen von Spinnenweben denkbar gering. Ihr könntet eher abgeworfene "Haut"reste finden als Netze. Auch wenn wir dabei vor allem für Menschen ungefährliche Arten bevorzugt haben, können giftige Vertreter auftreten. In dem Fall solltet Ihr Abstand halten und Bescheid geben.

    Menschen machen es unserer Erfahrung nicht schlechter, sie benötigen aber ihre Zeit, aus Fehlern zu lernen und die richtigen Methoden zu finden. Ich empfinde es als unfair, Menschen dermaßen abzuurteilen. Ohne Euch beleidigen zu wollen, verkennt Ihr damit in meinen Augen die Fähigkeiten des Menschen, Wundersames zu schaffen, das gut und nützlich ist. Ich stelle es mir die Menschheit wie einen Weitspringer vor. Man muss lange üben und gut Anlauf nehmen.

    Wir können die Pflanzen später genauer studieren. Dann werdet Ihr feststellen dürfen, dass die Dinge, die hier wachsen, nicht die üblichen Pflanzen sind. Was Ihr hier sehen könnt ist das Ergebnis unserer Forschungsbemühungen, ein Paradies nach unserem Ermessen zu erzeugen. Pflanzen und Baumaterial, welche das Lebensgefühl erhöhen, statt es nur erträglich zu machen. Wenn die futunische Zivilisation nach Adaption strebt, dann ist es nicht lediglich Kultur oder Gesellschaft, sondern alles im heiligen Land. Wir leben nicht gegen die Natur oder trotz der Natur, sondern mit ihr.

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    So wie der Ashantir spricht, wirkt er mehr wie ein Priester, vor allem in seinem schlichten weißen Gewand.

    Es mag uns noch nicht gegeben sein, uns auch die Insekten so zu gestalten, wie wir das wollen, aber wir können die Lebensumstände so anpassen, dass wir vornehmlich die Insekten bekommen, welche dem Menschen nutzen, statt ihn zu beeinträchtigen oder schaden. Die Pflanzen, die hier wachsen, sind vor allem für diese Art Insekten gedacht. Ich würde dennoch nicht auf Insektennetze verzichten, aber wir haben die Gefahr von Stichen, Seuchen, Krankheiten und Vergiftungen auf ein Minimum reduziert. Leider bisher nur in den Heiligen Städten und den reichsten Gebieten der Hegemonie. Aber es wird sich weiter ausbreiten und bald allumfassend sein. Dereinst werden vielleicht auch die Lande jenseits davon profitieren.