Beiträge von Thandara

    Rollenspiel

    Die Umwälzungen der letzten Jahre haben ein seltsames Machtvakuum in Thandara geschaffen. Der Akash hat sichtlich an Ansehen verloren und hält sich bedeckt. Nachdem das Bistum soviel Gegenwehr erfahren hat, ist auch dieses sehr zurückhaltend. Die Städte derweil sind mit ihren eigenen Problemen beschäftigt. Und in Thandara selbst scheint man eher auf die Garnision zu schauen und auf mögliche Schritte der Hegemonie als lokale Politiker. Nachdem der Nationalismus irgendwie wieder einschlief, übt man sich nun in einer Art Verwaltung auf Zeit ohne Ambition.

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    Auch in Thandara findet eine Mobilisierung statt. Diese dient allerdings mehr dazu, um der Bevölkerung zu versichern, dass man deren Schutz ernst nimmt. Eine Bedrohung der Stadt und des Akashirs ist relativ unwahrscheinlich. Zur Sicherheit lässt das Futunische Oberkommando zwei Bomberstaffeln in das Akashir verlegen. Man rechnet jedoch nicht damit, dass das Ziel verrückt genug ist, maritime Kräfte gegen Thandara einzusetzen.

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    Die irre Idee, im Medianik nach Öl zu suchen oder nach Gas hat einen entscheidenden Haken. Selbst unter großzügiger Auslegung ist der thandarische Anspruch auf alleinige Verfügungsgewalt bei dem Gewässer so niedrig, dass es einen solchen auf jeglichen Befund schlecht begründen könnte. Das hindert die Regierung jedoch nicht daran, den Plan in Angriff zu nehmen. Es wirkt wieder einmal wie ein Schnellschuss, der nur mehr Ärger als Gewinn einbringen wird.

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    Die allgemeine Armut an Rohstoffen jenseits von Seide, etwas Holz, Sandstein, Kies und natürlich landwirtschaftlichen Erzeugnissen macht die Ansiedelung und Erhaltung von Industrie jenseits davon immer zu einem Balanceakt. Dabei die Schiffkonstruktion für die Vernetzung des thandarischen Flickenteppichs und für die Fischerei essentiell. Der Kauf von Schiffen ist eine schmerzliche Investion, aber angesichts der wenig profitablen Produktion notwendig. Auch der aufkommende Tourismus macht vermehrte Käufe nötig. Auch ein Hafen für Kreuzfahrtschiffe soll in Thandara angelegt werden.

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    Weder die futunische Oberschicht noch die euskalische Mehrheitsbevölkerung verstehen die Krise in Zedarien oder die futunische Intervention. In ihren Augen ist jeder, der sich in diesen Treibsand verirrt, auf jeden Fall der Dumme. Dazu kommt die Unterbrechung der direkten Verbindung zwischen dem Kernreich und Thandara. Und die Marinebasis in Thandara ist immer noch von einer futunischen Flotilla belegt. Das sorgt für eine allgemeine Nervösität, bei der jeder wie auf Eiern zu gehen scheint. Unter diesen Umständen wünscht sich jeder, größeren Einfluss auf futunische Entscheidungen ausüben zu können.

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    Niemand in Thandara will irgendwelche der angeblich heilsbringenden Algenprodukte Oritanshs abnehmen. Sei es seltsam Algenbrot, pervers wirkender Algenwein oder gar der Salatersatz. Insgesamt wirkt diese Aktion wie der Gegenentwurf zur traditionellen euskalischen Küche, bei der eine simple Rindfleischscheibe zu einem halben Dutzend Gerichten verarbeitet werden kann und eben nicht ein Dutzend Gerichte wie das selbe wirken und wahrscheinlich ungenießbar sind.

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    Bei einem testweisen Auftritt des Akashs fliegen weder Steine noch faules Obst, dafür aber Häme und abfälliges Gelächter, weil sich der Feigling lieber versteckte und sich von der Hegemonie "retten" lassen musste. Das kann er scheinbar noch weniger vertragen, so abwesend er kurz danach wieder ist. So liegt es wieder an seinem Bruder, den Karren aus dem Dreck zu ziehen, indem er sich offenen Diskussionen stellt.

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    Es wird wundersamerweise mal endlich wieder eine Modemesse abgehalten. Dafür ist auch allerlei internationaler Besuch angereist. Ob der diesjährige Retrostil allerdings so besonders sein wird, ist noch völlig offen. Das Echo war jedenfalls eher verhalten. Dafür war die musikalische Untermalung sehr gut aufgenommen worden. Die bis dahin unbekannte Lokalband wurde so in internationale Höhen gehieft.

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    Thandara wird garantiert niemand zum Kochen einladen. Wäre aber auch seltsam, denn man würde garantiert sofort gewinnen, schließlich hat man drei kulinarische Richtungen: euskalisch, futunisch und euskalisch-futunisch. Und dazu noch Expertise der Nachbarn und Anticäer allgemein. Die anderen Nationen hätten nicht den Hauch einer Chance. Zudem war man durch die ständigen Feiern, Feste und Messen im Dauertraining. Entsprechend würde hier auch kein Kochwettbewerb stattfinden, die waren nämlich alle im Einsatz. Vielleicht ein Wettbewerb der Hausfrauen und -männer? Damit Hatha frustriert aufgab, wenn es nur deren Spezialitäten präsentiert bekommen würde.

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    In kommunalen Wahlen kommt es zunächst wieder zu Entspannungen. Es stehen regionale Probleme im Vordergrund, sei es Ernteeinbrüche, die Verteuerung von Olivenöl oder gar die Infrastruktur. Die Anbindung der einzelnen Gebiete untereinander und miteinander ist dauerhaftes Streitthema, denn es wird immer wieder ausgeführt, dass es nur Straßen- und Busverkehr jenseits von Thandara geben soll, da sich lokale Schienennetzwerke nicht lohnen würden. Dabei hatten unabhängige Gutachter einen deutlichen Gewinn in den nächst größeren Städten oder gar einen Ausbau der Stadlinien in das Hinterland von Thandara festgestellt.

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    Die Weihnachtsfeierlichkeiten in Thandara sind trotz der Schikanen durch den Akash ein opulentes Fest. An großen Tafeln werden auch die ärmeren Bürger von der Kirche mit Hirschgulasch beköstigt. Und die Messen sind auch gut besucht. Zwar ist man immer noch ungehalten, dass der Papst den Bischof nicht gegen den Akash verteidigt hat, aber seine Weihnachtsbotschaft hat man freudig aufgenommen.

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    Der Marinebasis sind die meisten Euskali gegenüber ablehnend eingestellt. Die Oberschicht und die Drohung im Hintergrund sind schon Ärger genug. Da muss man sich nicht noch weitere Probleme ins Land holen. Und in Konflikte will man auch nicht verwickelt werden, die hatte man hier schon genug. Im Zweifelsfall ist Thandara in keiner Weise zu verteidigen und die Euskali hätten den Großteil des Leides zu ertragen. Das muss man nicht auch noch speziell provozieren.

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    Diesen Futunen gilt noch größere Ablehnung als der Oberschicht an sich. Die Oberschicht sieht sich nicht als etwas wirklich Besseres. Klar sind sie auch von ihrer kulturellen Überlegenheit überzeugt, vertreten aber gleichzeitig die Ansicht, dass sie als Bürger automatisch alles erreicht haben. Und haben dann auch kein Problem damit, andere Bürger als theoretisch gleichwertig zu betrachten, auch wenn sie eine andere Sprache, Tradition oder Religion haben.

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    Die neuste Modemesse hätte eigentlich der volle Erfolg sein müssen. Die gezeigte Mode ist phantastisch, die Models lebhaft und ansehnlich, die Kritiker überzeugt, die Stoffe vorzüglich, aber trotz voller Auftragslage bleibt die Stimmung gedrückt. Sie ist nunmehr eher schal, denn wirklich voran geht es in Thandara nicht. Weiter wie bisher überzeugt niemanden. Alle Veränderungen greifen entweder zu kurz oder sind unrealistische Wunschträume.

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    Ein ganz anderer Marathon führt vom Osten her auf Thandara zu. Der Herbst ist gerade angenehm genug, einen solchen Lauf zu veranstalten. Die Hegemonie und auch die Regierung des Akash haben vor langer Zeit schon aufgegeben, die Teilnahme von Ausländern zu verbieten und so ist die Teilnehmergruppe gut gemischt. Und angesichts der Turbulenzen und Spannungen in Thandara wird die Immigration Fremder als eher unwahrscheinlich eingestuft. Und so laufen die Führenden unter der untergehenden Sonne im Zielgebiet nahe des Hafens von Thandara ein. Unter diesen sind weder Futunen noch Euskali. Vielleicht ist das auch besser so.

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    In einigen Städten und Gemeinden wird auch hier der Wahlmarathon eingeleitet. Da die futunische Oberschicht zum überwiegenden Teil nur in Thandara lebt, spielen futunische Sensibilitäten nur peripher eine Rolle. In der ersten Linie geht es um Wirtschaft, dann um Selbstverwaltung und dann um kulturelle Profilierung. Das hat zwar an sich alles mit der futunischen Verwaltung zu tun, aber solange es nicht rebellisch wirkt, kümmert sich die Regierung nicht.

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    Die trügerische Ruhe wird durch eine Reihe von Korruptionsskandalen gestört, bei denen futunische und euskalische Beamte beim Schmuggel von Seide diverse Papiere verlegt haben sollen. Die digitale Überwachung hat schließlich die Vorfälle zu Tage befördert und damit die hohen Kosten für Versiegelung und Verfälschungsschutz gegenüber der Akademie von Persuna gerechtfertigt. Das wird die Gerichte noch lange beschäftigen, vor allem da immer neue Profiteure, Mitwisser und Helfer auftauchen. Der wirtschaftliche Schaden ist noch zu ermessen.

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    Gegen den Willen des Bischofs und einiger Euskali, welche Mildtätigkeit beschwören, werden Flüchtlinge des Ratelon-Konfliktes in Übereinstimmung mit der Hegemonie ohne Ausnahme abgewiesen. Weitere Minderheiten sind innerhalb der Hegemonie nicht erwünscht. Und Thandara ist nicht so gefestigt wie Diyarasu, sich solchen Entscheidungen zu verweigern, selbst wenn es einen wirtschaftlichen Vorteil bieten könnte.

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    Verzweiflung und Angst nutzen niemanden etwas und so wird das nächste Fest geplant, allerdings mit einem wirtschaftlichen Hintergrund in Form einer Modemesse. Dabei sind auch Modemacher aus dem Ausland zu erwarten. Natürlich wird dafür die Sicherheit wieder ans Maximum gebracht. Einen Zwischenfall kann man sich jetzt noch weniger als zuvor erlauben.

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    Die jährliche Innenschau in die wirtschaftliche Situation lässt erheblich zu wünschen übrig. Nicht nur ist der Bedarf an Luxusgütern wie Seide, Mode und Kunstgegenständen in Antica nach dem Krieg erwartbar niedrig, auch ist die inländische Ökonomie durch den Fast-Aufstand weitgehend gelähmt. Das kann die gut gefüllte Staatskasse zwar problem abfedern, aber an Feiern und Veranstaltungen ist erstmal nicht zu denken. Noch dazu unter dem Eindruck, zukünftige Aufstände könnten ausbrechen und die Situation verschärfen.