In Timor herrscht schon seit Stunden emsiges Treiben im Palast. Hier im Herzen der Regierungszeit steht die Zeit eigentlich nie still. Auch wenn digitale Kommunikation und KI-gestütztes Handeln viel Arbeit abnimmt, so ist die Arbeit der Datenverarbeitung gleichzeitig rasant angestiegen. So gut Künstliche Intelligenzen an sich sein mögen, den Schleier aus Lügen und Halbwahrheiten können sie schlicht nicht durchbrechen. Und dieser wurde nicht nur dazu benutzt, um das Ausland über konkrete Zahlen aus der futunischen Gesellschaft im Dunkeln zu lassen, sondern auch vor Ort im Ausland als Unwahrheiten eingebaut, um auch dort keine Sicherheit möglich zu machen.
In seinem Büro hat der Wesir seit dem gestrigen Tag eine Marathonsitzung nach der anderen mit Analysten, Experten und dem Großwesir hinter sich. Zum Schlafen ist er nichtmal heim, sondern hat in einem Gästezimmer hier im Schloss übernachtet, um gleich heute nach dem Schreien der Berghäher weiterarbeiten zu können. So empfängt er nun die Beobachterin, welche sein Onkel, Afaslizo al-banabi, ihm entsendet hat, zur Besprechung.
Das Büro ist komplett auf die digitale Bearbeitung umgestellt worden. Es ist kein Empfangsraum und dient auch nicht zur Besprechung mit Fremden. Es ist ein reiner Arbeitsraum und daher funktional und nicht repräsentativ. Daher ist Bausubstanz und filigrane Verzierung hinter einer Schutzschicht verborgen und die Technik oben hinaufmontiert worden. Es ist ein Raum zur besseren Kontrolle über seine Behörde, nicht um Personen durch reinen Tand zu beeindrucken.