So geheim ist das Königreich am Ende doch nicht, aber offiziell ist Panem immer doch Republik, auch wenn es keine wirklich freien Wahlen geben mag und die Amtsinhaber aus der gleichen Linie von Rajas stammen mögen, deren Vorfahren einst den Großteil der Region beherrschten - bevor eine Reihe wenig begünstigter Rajas ihr Reich soweit schwächten, dass nicht nur die meisten Teile andere Wege gehen konnten, sondern sich auch ausländische Mächte eines erheblichen Anteils bemächtigen konnten. Wenn es eine Nation in den Hundert Königreichen gibt, die Diyarasu lieber heute als morgen entweder sich einverleiben oder komplett schleifen würde, so ist das die Republik Panem. Auch zu anderen Nachbarn oder renzianischen Nationen hat man einer eher angespannte Beziehung. Die Rajas sehen sich immer noch als die rechtmäßigen Herren der renzianischen Küstenwelt, egal wie unrealistisch und von allen Möglichkeiten entfernt diese Vorstellung ist.
Gerade dieses feindliche Auftreten macht es schwer für das Land, aus seinen durchaus günstigen Anlagen - fruchtbares Land, vergleichsweise gut gebildete Bevölkerung, Öl- und Gasvorkommen vor der Küste - wirtschaftlichen Gewinn zu ziehen. Aber von seinem Feindbild kommt es nicht weg, auch wenn es pragmatischer wäre, sich mit der Situation abzufinden. Dafür ist Panem durchaus bereit, mit Nationen weit weg von Renzia Geschäfte zu machen, wenn man dort zumindest nominell seinen Anspruch anerkennt. Da auch das unwahrscheinlich ist, tritt auch eine solche Beziehung nicht oft ein.