Kampagne: Ein Grashalm gegen den Sturm - Fenyra Sa'Deghi

  • Rollenspiel

    Der Besuch des Shaikhs von Alegon in Satresh geht weitgehend unauffällig von Statten. Schließlich ist er nicht in offizieller Funktion hier, sondern lediglich auf einer internen Geschäftsreise. Und gegenüber seinen Mitarbeitern ist er nicht "der Shaikh von Alegon", sondern entweder "Chef" oder "Faantir Gried". Wenn man in der Stiftung Persuna mit dem Rücken zur Wand steht, dann steht Faantir Gried zwischen einem selbst und dem Problem. Loyalität ist keine Voraussetzung, denn sie kann nicht Bedingung sein, aber wer Teil der Stiftung ist, der kann sich darauf verlassen, dass Faantir Gried sie oder ihn deckt. Absolut und hundertprozentig. Wer das missbraucht, wird sich intern verantworten müssen, aber gegenüber Fremden und anderen ist die schützende Hand unerbittlich.

    In dem kleinen Büro erwartet Faantir Gried die Mitarbeiterin, die er für eine wichtige Aufgabe auserkoren hat. Auf einem Bildschirm sieht man Xaxai Anwar eine ihrer berühmten, mehrstündigen Reden vor dem Hohen Rat halten, doch glücklicherweise fehlt der Ton, so dass man nicht durch die Monotonie in den Wahnsinn getrieben wird. Er sitzt nicht, sondern steht in der Mitte des Raumes, so als wäre dieser nur dazu gedacht, ihn im Gleichgewicht zu halten, damit er nicht zufällig explodier oder so ähnlich.

  • Rollenspiel

    Fenyra ist etwas verwundert, als sie die Mitteilung erhält, dass der Chef der Stiftung sie persönlich sehen will. Vornehmlich, weil sie nicht damit gerechnet hat, dass er überhaupt in der Nähe weilt. In zweiter Instanz kommt dann die Frage auf, warum ausgerechnet er? Er gehörte in der Regel nicht zu den Menschen, denen sie direkt Bericht erstatten musste und die Kommunikation mit ihm lief in der Regeln auf einer ganz anderen Ebene ab. Das sie möglicherweise eine Fehler gemacht hatte, kam ihr nicht in den Sinn - sie war in den letzten Monaten nach ihrer Einschätzung gut voran gekommen und hatte erst vor kurzem einen Zwischenstand zu ihrer Forschung abgegeben in der sie auf das Potenzial des vulkanischen Bodens hingewiesen hatte und dargelegt, wie sie dieses weiter untersuchen wollte. Es war ein Fortschritt in ihrer Aufgabe, aber sie war nicht so abgehoben zu glauben, dass dieser relevant genug war, um die Aufmerksamkeit des Chefs zu erregen.

    Und so hatte sie vorsorglich ihre Verabredung mit Kian zum Schach abgesagt und sich zu dem in der Nachricht benannten Büro begeben.

    Man hatte ihr lediglich mitgeteilt, dass sie erwartet wurde.
    Und so überprüfte sie in der Spiegelung einer glattpolierten Oberfläche nochmal kurz ihr Äußeres - nicht dass sie noch irgendwelche Stifte im Haar stecken hatte oder ähnliches, dass würde eher unprofessionell wirken. Dann strafft sie ihre Gestalt und würde eintreten.

    Das Büro ist kleiner als erwartet und Faantir Gried steht in der Mitte des Raumes, der dadurch irgendwie noch kleiner wirkt. Es sollte rein physikalisch unmöglich sein, aber der Mann dominiert den Raum in einer Art, die sie ein wenig an Sternensysteme erinnert. Alles scheint sich um ihn zu drehen, ohne dass er viel dafür tun müsste. Aber das ist etwas, dass sie bei Menschen mit ernsthafter Autorität schon oft erlebt hat. Diese hatten es nicht nötig laut zu sein, oder mit wilden Gesten und Bewegung auf sich aufmerksam zu machen. Sie wussten, dass ihnen der Raum gebührte und deshalb nahmen sie ihn sich einfach ebenso wie alle Zeit, die sie benötigten.

    Kurz wandert ihr Blick zu dem Bildschirm, auf dem Xaxai Anwar zu sehen, aber glücklicherweise nicht zu hören war. Die Frau musste irgendwie gelernt haben zu reden, ohne zu atmen. Dummerweise gelang das offenbar nur, wenn sie ihrer Stimme jedes Höhen- und Tiefenspiel nahm. Ob es schon als Folter halt sich das dauerhaft anhören zu müssen?

    Fenyra würde in gebührendem Abstand zu dem Mann ihr gegenüber bleiben.



    Du wolltest mich sprechen, Chef.

    Rollenspiel

    Es war keine Frage, sondern eine Aussage. Der Fakt, dass es so war, war ob der Nachricht und der Information, dass er sie erwartete hat offensichtlich und musste nicht durch sinnloses Nachfragen verifiziert werden.



    Worum geht es?

  • Hintergrund

    Wasser 3: Es ist ein wenig unheimlich, denn an sich war Fenrya gewohnt, in ihrem Gegenüber lesen zu können wie in einem offenen Buch. In diesem Fall hatte sie das Gefühl, dass nichts verborgen wurde, aber sie die Nachricht schlicht nicht verstehen konnte. So als wäre es in Blindeschrift geschrieben.

    Erde 2: Dennoch durchströmte sie ein tiefes Gefühl der Ruhe. Ein Gefühl seltsamer Sicherheit.

    Finsternis ???: Eintausend Möglichkeiten, eintausend Gedanken bieten sich dir dar! Die Welt ist ein Ort unendlicher Möglichkeiten.

    Willkommen und danke, dass du so kurzfristig alles absagen konntest.

    Rollenspiel

    Seine Stimme ist offen und kräftig, wie bei jedem, der Reden vor Menschenmasse gewohnt ist. Mit einem Schritt ist er in der Nähe einiger Sitzmöbel.

    Hintergrund

    Sturm 1: Seine Bewegungen haben etwas von einer Raubkatze, elegant, aber mit der Warnung, dass sie auch sehr gefährlich sein könnte.

    Komm, lass uns setzen.

    Rollenspiel

    Ohne ihre Reaktion abzuwarten, lässt er sich nieder.

    Ich brauche einen wachen Verstand bei einer Reise meines Bruders. Er will dabei Vertreter aller interessierten Fraktionen mitnehmen und wir sind immer an Pflanzen- und Bodenproben interessiert. Dabei habe ich an dich gedacht. Es wird allerdings eine Menge Arbeit, weswegen ich es verstehen kann, dass du lieber ablehnst. Es ist völlig deine Entscheidung, dir wird kein Nachteil dadurch entstehen. Du kannst auch gerne Nachfragen dazu stellen. Vor dem Aufbruch wird mein Bruder auch mit allen Vertretern sprechen, so dass du ein wenig Einfluss auf mögliche Ziele haben wirst.

  • Rollenspiel

    Es war schon eine ganz besondere Erfahrung auf der einen Seite eine deutliche Verunsicherung zu verspüren bei etwas, dass ihr eigentlich leicht viel und gleichzeitig doch trotzdem ein Gefühl von Sicherheit und Ruhe zu verspüren. Das kitzelte ihren Verstand auf eine Art von der sie noch nicht sicher war, ob es gut oder weniger gut war.
    Auf seine Aussage zu ihrem Kommen hin nickt sie nur. Auch hier brauchte es ihrer Meinung nach keine unnötigen Worte, zumal sie das Gefühl hat, dass es sich dabei auch mehr um formales Vorgeplänkel handelte.

    Seine Stimme und Bewegungen bestärken ihren Eindruck von ernsthafter Autorität. Das war sein Revier, er war der Apex-Predator und sich dessen sehr wohl bewusst. Innerlich musste sie über den Vergleich schmunzeln und fragte sich, ob er dies wohl schmeichelhaft oder eher abwertend auffassen würde.

    Auf seine Aufforderung hin, würde sie sich setzen und ihm genau zuhören. Allerdings waren das sehr viele Informationen auf einmal und ein paar relevante fehlten ihr.



    Die Reise deines Bruder?

    Rollenspiel

    Sie rutscht auf dem Stuhl unbewusst ein Stück nach vorn. Das klang nach einer spannenden Möglichkeit, auch wenn sie noch nicht ganz verstand, worum es ging.



    Ich nehme nicht an, dass es sich um eine Reise durch die Teilstaaten der Hegemonie handelt, hier hat die Stiftung ja überall Menschen vor Ort, die entsprechende Proben besorgen können.
    Ich scheue mich nicht vor Arbeit, schon gar nicht, wenn es neue Erkenntnisse zu gewinnen gibt.

    Rollenspiel

    Ihre Augen funkeln voll Leidenschaft für die Sache, als sie dies sagt.

    Aber ein paar Eckdaten wären gut. Wo geht es hin? Ich muss mich ja mindestens auf das Klima vor Ort einstellen und gegebenenfalls entsprechendes Equipment einplanen. Wie lange habe ich Zeit, bis es losgeht beziehungsweise bis dein Bruder mit mir sprechen will? Ich möchte mein Projekt hier wenn möglich übergeben. Und da schließt sich auch an - wie lange wird es ungefähr dauern.

    Rollenspiel

    In ihrem Kopf hakte sie eine Liste ab mit Dingen, die für sie in der Planung relevant waren. Sie würde andere Möglichkeiten zur Sicherung von Proben brauchen, wenn es in den Permafrost oder eine Wüste ging. Wobei sie kaum davon ausging, dass der Großwesir sich solchen Klimabedingungen aussetzen würde müssen. Für ihre Kleidung war es irrelevant, die würde sowieso entsprechend gestellt werden.
    Die Frage, warum sie ausgewählt wurde, tauchte auch nur kurz in ihren Kopf aus - er hatte gesagt er brauchte einen wachen Verstand und den hatte sie zu bieten.

  • Die erste Station soll wohl Pottyland sein. Es waren auch Irkanien und Gurkistan im Gespräch. Beim Rest der Ziele sollten aber die Vertreter Mitsprache haben. Wo meinst du, könnten wir eventuell noch fündig werden? In Pottyland würde ich auf jeden Fall über Hanf reden können. Ich glaube nicht, dass wir wirklich etwas aus Gurkistan brauchen, aber Erdproben wären immer gut. In Irkanien interessieren wohl vor allem exotische Urwaldpflanzen. Und was auch immer in deren Städten wächst. Da ist die Resilenz gegen deren Schwerindustrie interessant. Ihre Städte sind ziemlich klobig und wohl auch rußig.

    Zumindest bei Pottyland soll ein Zwischenstopp in Thandara eingelegt werden und Richtung Renzia einer in Diyarasu. Im Letzteren könnte man auch Pflanzenproben aus Stadtpflanzen sammeln, besonders im Armenviertel. Das ist aber eine freiwillige Sache, weil es keine Priorität hat und auch gefährlich sein kann.

    Sollten weitere Reiseziele aufkommen, lass uns Rücksprache halten, damit ich dir sagen kann, was wir außer Bodenproben gebrauchen könnten. Du kannst gerne auch selbst recherchieren, wo du hin wollen würdest. Hast du da entsprechende Ideen?

  • Ich habe mich bisher noch nicht tiefergehend mit der Flora und Fauna im Ausland beschäftigt. Vielmehr ging es bisher immer darum die eigene vor den Touristen zu schützen oder vor den Anforderungen der wachsenden Hegemonie.

    Ich könnte jetzt diverse andere Nationen nennen, aber das wäre spontan und ohne große Nachhaltigkeit - so etwas zeichnet mich nicht aus. Ich würde die nächsten Stunden und Tage dafür nutzen die von dir schon angesprochene Recherche durchzuführen und wenn du möchtest kann ich dir dann auch direkt die Ergebnisse zur Verfügung stellen. Dann können wir vorher schon planen, was wir eventuell brauchen könnten und natürlich werde ich dich auch während der Reise auf dem aktuellen Stand halten.

    Rollenspiel

    Sie geht ihm Kopf seine Anmerkungen durch.



    Alle vorgeschlagenen Ziele sind aus Sicht einer Biologin interessant. Ich bin aber auch der Überzeugung, dass wir wahrscheinlich überall etwas finden könnten, dass sich lohnt näher anzusehen. Keine Nation bleibt davon verschont, dass sich Klima, Industrie und Gesellschaften verändern - und alles was sich an Flora und Fauna dabei durchsetzt, davon kann man lernen. Ob es letztlich der Hegemonie und der Stiftung nutzt wird sich zeigen müssen.

    Rollenspiel

    Sie wirkt einerseits definitiv aufgeregt eine solche Möglichkeit zu haben, andererseits scheint sie sich davon nicht mitreißen lassen zu wollen, sondern den rationalen Verstand die Oberhand behalten lässt und vorausplant.



    Ich werde mich nicht unnötig in Gefahr begeben. Ich gehe aber davon aus, dass der Großwesir nicht ohne militärische Begleitung beziehungsweise Begleitung mit entsprechender Ausbildung, die Schutz gewährleisten kann, reisen wird. Vielleicht kann ich das in entsprechenden Situationen nutzen.

  • Deine Genauigkeit ist genau ein Grund, warum ich an dich gedacht habe. Du kannst dir sicher sein, dass ich jeden Bericht gelesen habe, den du geschrieben hast.

    Hintergrund

    Finsternis ???: Wenn er das bei jedem macht, wann bitte schläft er?

    Ich bin mir sicher, dass du nützliche Ziele finden kannst. Am besten mehrere, wenn mein Bruder einige aus politischen Erwägungen zu vermeiden versucht. Und ich gebe dir auf jeden Fall einen Hüter mit. Du solltest aber davon ausgehen, dass er wie die meisten Parshans der Delegation kein Personenschutz für dich ist. Davon wird mein Bruder nur einen Wächter und einen Assassinen mitnehmen, vielleicht auch zwei. Aber die wird er selbst brauchen. Ich werde dem Hüter sagen, dass er auf dich achten soll, aber er ist kein Personenschützer, weswegen du dich eben nicht darauf verlassen können wirst.

  • Rollenspiel

    Kurz kann man etwas Irritation über ihr Gesicht huschen sehen - wer konnte alle Berichte lesen? Allein das wäre eine Lebensaufgabe, aber er hatte ja noch einige andere Aufgaben als Shaikh und Kopf der Stiftung, eine weitere Lebensaufgabe. Wenn man von dem heimlichen Flüstern im ihn herum auch nur einen Bruchteil glauben durfte, dann musste er außerdem auch noch als dritte Lebensaufgabe im ständigen Training bleiben, um so mit jedem der Parshans und sogar Wächter mehr als mithalten zu können. Aber als Frau der rationalen Fakten gab sie auf Gerüchte wenig. Wahrscheinlich war das meiste maßlos übertrieben.

    Dann schicke ich dir sobald ich fertig bin die Vorschläge und ich versuche ein paar davon auch schon im Gespräch mit dem Großwesir einfließen zu lassen.

    Rollenspiel

    Sie nickt knapp.

    Ich habe keinen extra Schutz erwartet, da ich nicht vorhabe unnötige Risiken einzugehen. Es ist aber natürlich sinnvoll, denn manche Risiken werden nicht vollständig kalkulierbar sein, dafür sind Menschen zu unberechenbar.
    Ich bin außerdem dankbar für ein paar extra Augen und werde deine Worte beherzigen. Ich versuche mich generell erst auf Menschen zu verlassen, wenn ich sie kenne oder zumindest einschätzen kann.

    Ich frage mich gerade ob es zweckmäßig wäre, wenn der Hüter männlich ist. Allzu oft habe ich schon erleben müssen, dass Barbaren Worte nur ernst nehmen, wenn sie aus dem Mund eines Mannes kommen, egal wie oft eine Frau vorher schon das gleiche gesagt hat und wie wahr es ist.

    Rollenspiel

    Prinzipiell war es ihr völlig egal, welches Geschlecht ihr gegenüber hatte, wenn man respektvoll miteinander umgehen konnte. Nur war sie in ihrer Heimat schon auf einige Vorurteile von Touristen getroffen und sie hatte wenig Lust sich in einer unangenehmen Situation wiederzufinden nur weil sie mit zwei X-Chromosomen geboren worden war.
    Am absurdesten fand sie dabei, dass es im Ausland offenbar Gegenden gab in denen der „Besitzanspruch“ eines Mannes bei seinen Geschlechtsgenossen mehr galt, als die klare Grenze einer Frau.

  • Wenn es dir wichtig ist, kann ich das Geschlecht bei der Auswahl einfließen lassen. Aber es kann dir auch zum Vorteil gereichen, von jemanden unterschätzt zu werden. Zwei Frauen können mitunter an Orte gelangen, die anderen verborgen oder verschlossen sind. Wenn dich jemand nicht ernst nimmt, ist es deren Nachteil und nicht deiner. Du musst nur die Sache so drehen, dass du den Vorteil hast und nicht sie.

  • Das stimmt.

    Rollenspiel

    Sie geht kurz in sich. Solche „Probleme“ hatte sie in der Hegemonie bisher nicht, deshalb fehlten ihr Erfahrungen, auf die sie zurückgreifen und von denen sie ein Urteil hätte ableiten können.



    Am zweckmäßigsten wird es sein, die Person nach ihren Fähigkeiten und ihrer Kompatibilität auszusuchen. Ich bin mir sicher, dass da die richtige Wahl getroffen werden wird.

    Rollenspiel

    Sie machte sich keine Illusionen darüber, dass sie ebenso auf dem Prüfstand stehen würde, sollte sie die Arbeit nicht in der gewünschten Qualität abliefern, würde sie genauso austauschbar sein, wie nahezu jedes andere Gruppenmitglied. Deshalb hatte sie vor die ihr gebotene Chance zu nutzen, solange sie konnte.



    Gibt es etwas, auf das ich besonderes Augenmerk legen soll bei der Auswahl der Proben? Ich habe als Kriterien jetzt schon eine besondere Belastbarkeit und Exotik, was ich mit bisher wenig erforscht übersetzen würde. Ist das korrekt so? Dann habe ich nämlich schon erste Anhaltspunkte für meine Recherche, mit der ich dann sofort nach diesem Treffen beginnen würde.

    Rollenspiel

    Sie wirkt kurz etwas konzentrierter - ganz wie jemand, der eine Matheaufgabe löst oder den nächsten Schachzug überdenkt.



    Erste Ergebnisse im Sinne von ersten Vorschlägen und Ausgangspunkten für mögliche weitergehende Recherche kann ich schon heute liefern. Alles andere braucht natürlich etwas mehr Zeit. Ich kann mir vorstellen, dass auch nicht jede Nation ihre Naturschätze offen anpreist, so das es unter Umständen erst einmal bei vagen Hinweisen bleiben könnte, denen man vor Ort nachgehen muss.

  • Vielleicht solltest du ein paar mehr Proben einplanen als üblich, so dass man im Notfall mehr später im Detail auswerten kann als du es selbst normalerweise tun würdest. So als Rückversicherung. Und Exotik ist nicht so wichtig. Auch gewöhnliche, weit verbreitete Pflanzen sind sehr interessant, gerade weil Verbreitung ein vielversprechender Faktor ist. Und auch Hinweise helfen. Es ist ja nicht so als ob wir nicht weitere Personen dorthin senden könnten, wenn wir Hinweise erhalten.

  • Gut. Ich denke ich habe eine gute Vorstellung davon, was von mir erwartet wird und wenn sich weitere Fragen ergeben, werde ich mich melden. Dazu wäre ein Kontakt gut. Ich gehe nicht davon aus, dass du das dauerhaft sein wirst, oder?

    Rollenspiel

    Einen Moment wirkt sie verunsichert, da es nun nicht darum geht Fakten zu sammeln und eine Person zu lesen - also Dinge, die sie tagtäglich macht, sondern um soziale Interaktion in einem ungewohnten Terrain. Sollte sie von sich aus aufstehen? Das war sicherlich unhöflich… aber war es nicht auch unhöflich mehr Zeit in Anspruch zu nehmen als nötig?

    Ich würde dann direkt anfangen anhand deiner Vorschläge und mir vorliegenden Informationsquellen ein paar erste Ideen zusammenzustellen und sie dir beziehungsweise einer Person deiner Wahl zukommen zu lassen. Wäre das akzeptabel?

    Rollenspiel

    Sie wirkt in diesem Moment ein bisschen, wie ein Rennpferd, dass in der Box mit den Hufen scharrt - also wenn besagtes Pferd zudem noch den optimalen Kursverlauf, Kurvenlage und Trittmuster unter Berücksichtigung von Untergrund, Gegenwind und aktuellen Witterungsbedingungen kalkulieren würde…

  • Oh doch, du wirst die Berichte direkt an mich senden. Und du wirst auch nur von mir Anweisungen erhalten. Alles andere birgt die Gefahr, dass mein Bruder etwagige Anweisungen übergehen kann. Und er hat in diesen Angelegenheiten nicht immer die nötige Vision. Seine Vorstellung von unserer Arbeit ist eine völlig andere. Am besten berichtest du mir auch von seinen "Ideen", damit ich diese bedenken kann.

  • In Ordnung Chef.

    Rollenspiel

    Wenn er das für richtig hielt, würde sie das nicht in Frage stellen. Sie hatte ihr Fachgebiet und er seines.

    Bevorzugst du zu den "Ideen" einen extra Bericht, oder lediglich eine kurze Information, wann immer ich etwas davon erfahre?

    Rollenspiel

    In ihrem Hinterkopf klopft noch etwas - ihatte sie noch auf dem Plan gehabt, noch fragen wollen, aber bei den aktuellen Überlegungen ist es einfach weggerutscht. Ärgerlich!
    Gerade als sie sich überlegt, in welchem Rahmen sie das nachreichen kommt, schafft es der Gedanke endlich wieder ins Bewusstsein und die grüblerische Falte auf ihrer Strin glättet sich.

    Ich hätte dann auch noch eine prinzipielle Frage: Wie verhalte ich mich, wenn in einer anderen Nation ein quid pro quo gefordert wird, also wir unsererseits etwas von unseren Produkten und oder Erkenntnissen preisgeben sollen. Habe ich da einen Rahmen, in dem ich mich bewegen kann? Ich denke es wäre sehr wichtig dies vorher zumindest grundlegend festzulegen. Prinzipiell würde ich mich sonst mit spezielleren Fragestellungen, die über diesen Rahmen hinaus gehen ebenfalls direkt an dich wenden.

    Rollenspiel

    Sie nahm zumindest an, dass dies in seinem Sinne war. Der Logik seiner bisherigen Aussagen folgend ergab dies für sie den meisten Sinn, aber sie hatte nicht vor wegen jeder Kleinigkeit direkt eine Anfrage an ihn zu formulieren - da hatte er mit Sicherheit anderes zu tun.

  • Solange du nicht jedes Wort einzeln an mich schickst oder auch nur bei Randbemerkungen panisch wirst, ist das in Ordnung. Und du hast keinen Rahmen, du bist Forscherin, keine Unterhändlerin oder Vertreterin jenseits davon. Du solltest dich da zurückhalten und wenn jemand fragt, kann er sich im Netz an uns wenden oder Vertreter unserer Geschäfte vor Ort oder in der Region aufsuchen. Damit brauchst du mich auch nicht fragen, wenn es um so etwas geht. Das würde mir nur den Eindruck vermitteln, dass du über deinen Auftrag hinausgeht. Und dann müsste ich dich von deiner Arbeit wegreißen und in die Vermittlung stecken.

    Hintergrund

    Stiftung Persuna: Die Stiftung bestraft niemanden wirklich oder nur auf "kreative" Weise durch Versetzungen oder Umschulungen. Personen, die ihre Kompetenzen überschreiten, werden meist in die Abteilungen umsortiert, deren Expertise sie sich aneignen wollten. Und auch wenn ihnen das nicht liegt, so gibt es da wenig Erbarmen. Wenn die Stiftung dich einmal hat, lässt sie dich nicht mehr los, im Guten wie im Schlechten.

  • Rollenspiel

    Seine Worte, die man durchaus als „freundliche Drohung“ auffassen könnten, lassen sie erleichtert ein paar wenige Grad auf ihrer Sitzgelegenheit zurücklehnen. Sie war froh, dass sie sich auf ihre Aufgabe konzentrieren konnte und darauf hoffentlich mit Gleichgesinnten Kontakte zu knüpfen, um in wissenschaftlichen Ausgleich zu gehen. Da fühlte sie sich sicher. Aber wie sollte sie abwägen, was adäquat war in einer Verhandlung über solche Dinge? Wie sollte man bitte Innovationen oder Erkenntnisse gegeneinander aufwiegen? Das war ein Irrsinn, den sie gerne andere und dafür deutlich qualifizierteren Menschen überließ.



    In Ordnung. Ich denke ich habe die relevanten Punkte klar verstanden und werde mich an deinen Vorgaben orientieren. Du wirst noch heute die ersten Ergebnisse beziehungsweise Vorschläge bekommen und ich werde solange parallel mit der Recherche und meiner aktuellen Arbeit fortfahren, bis du oder dein Bruder daran etwas ändern.

  • Das werde ich.

    Rollenspiel

    Das gab ihr genug Zeit ein paar Ideen zu entwickeln. Sie war sich aber sicher, dass auch Wochen der Recherche für einige Gebiete keinen Unterschied machen würde.
    So konnte sie aber in Ruhe auch noch darum kümmern private Angelegenheiten zu regeln. Zum Beispiel, wer sich in ihrer Abwesenheit um ihre kleine Pflanzenzucht, die aktuell in ihrem Quartier war, kümmern würde. Kian mochte ein Talent dafür haben Dinge zu besorgen, aber einen grünen Daumen hatte ihr Schachpartner wahrlich nicht.



    Gibt es dann noch etwas?

  • Oh ich fürchte die Antwort ist erschreckend langweilig: Ich mag den strategischen Aspekt, das vorausplanen und vor allem das Einschätzen meiner Mitspieler.
    Beide Parteien haben die gleichen Voraussetzungen und ihre unterschiedlichen Arten zu Denken sorgen erst dafür, dass es zu Abweichungen und damit letztlich einem jedes Mal etwas anderem Ergebnis kommt. Auch wenn man verliert lernt man dazu.

    Rollenspiel

    Sie zuckt kurz mit den Schultern.



    Und für Schach finden sich zudem einfacher Mitspieler, als für Go.

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