Auch Kiaran selbst ist danach noch für ein paar Stunden weggedämmert, denn aller Übung zum Trotz hat der Tag Körper und Geist strapaziert. Auch seine Träume sind eigenenartig. In einer unterirdischen Tempelanlage ganz aus schwarzem, geschliffenen Vulkanstein wohnt er einer eigenartigen Prozession bei. Ganz hinter schmort ein Autowrack, aus dem die Flammen nur träge schlagen. Männer in seltsamen grauen Kutten ziehen an ihm vorbei, wie er da zwischen Thumar und Hashim kniet. Beide beachten ihn nicht, sondern werfen lieber mit Autoschlüsseln auf die vorbeilaufenden Männer. Plötzlich bricht Ishri auf einem brennenden Motorrad durch die Wand und löst eine Massenpanik aus. Als sie nach ihm greifen will, fällt er in der Wirklichkeit vom Sofa, auf dem er eingeschlafen ist.
Kampagne: Bestienjagd - Hafsa Behroozia
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Rollenspiel
Hafsa lag nach ihrem Traum noch etwas wach, um die Bilder irgendwie zu verarbeiten. Als das Datenpad auf ihrem Nachttisch leuchtet, greift sie deshalb danach und ist im ersten Moment erleichtert- eine Nachricht vor Kiaran. Ein weiterer Beweis, dass die Bilder, die sie gerade gesehen hatte nicht der Realität entsprachen. Im zweiten Moment ist sie allerdings verwirrt - was meinte er mit “morgen bei der Stiftung”? Hatte sie etwas übersehen? Warum sollten sie morgen mit der Stiftung zu tun haben? Wusste er etwas, dass sie noch nicht erfahren hatte? Sie ging in ihrem Kopf alles mehrfach durch, aber sie konnte sich nicht erinnern, dass das Thema war.
Nun ja sie würde das nun noch überbewerten, sondern ihn morgen einfach danach fragen.
Beunruhigend fand sie auch, dass Ishri erneut eine Rolle spielte. Sie hatte die Frau zwar mit mehr als einer Seite kennengelernt und ein Teil von ihr hegte ehrliches Mitgefühl für die Zaiide, aber der deutlich größere Teil wollte einfach Abstand. Sie nahm an, dass sie da nicht die Einzige war. Vielleicht könnte sie Kiaran ja auch Kontakt zu den Zwillingen vermitteln? Ishri war immerhin ihre “Tante” und die beiden sprachen vielleicht eher Kiarans Sprache… Auch das hatte noch Zeit.Der Rest der Nachricht geht ihr durch den Kopf. Wie furchtbar musste es sein Teil eines solchen Rituals zu sein? Den eigenen Tod so klar vor Augen zu haben und das in durchaus jungem Alter? Sie konnte das teilweise nachvollziehen, hatte sie doch ihre Eigenen Begegnungen mit ihrem potenziellen Tod gehabt. Aber das war sicher nicht vergleichbar damit gefangen zu werden und von Verrückten wie ein Lamm zur Schlachtbank geführt zu werden…
Es war also zu perfekt… Nun vielleicht versuchte jemand auch einfach eine Inszenierung? Sie war sich sicher? Dass sie mit Zakhan reden mussten, aber wie würde weiter offen a die Sache rangehen. Ja er hatte sie im Bad sehr überrumpelt und seine Fragen waren mehr als reißerisch gewesen. Um ehrlich zu sein grenzten sie ans Ketzerische. Aber durfte man nicht auch seine Welt hinterfragen, wenn diese Welt einem das angetan hatte, was die Parshans erlebt hatten?
Erneut den Kopf voller Gedanken, schläft Hafsa schließlich wieder ein, um sich am nächsten Morgen von Weckton ihres Pads aus dem Schlaf holen zu lassen. Sie hat die Zeit bis zum Treffen großzügig bemessen, denn vor dem Schlafen gehen hatte sie beschlossen sich am Morgen noch Zeit für Yoga zu nehmen und danach eine ausgiebige Dusche sowie ein gutes Frühstück. -
Rollenspiel
Der Tag ist milde und freundlich. Also genau das richtige für so eine nette Tatortuntersuchung. Nur Schlachthäuser noch Großschlachtungen sind bei ordentlich Sonnenschein wahrscheinlich ein prachtvollerer Anblick. Angesichts solcher Gedanken ist die Eignung der Denkenden schon bemerkenswert. Sie sollte auf jeden Fall in Frage gestellt werden. Ist hier irgendwas im Trinkwasser?
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Rollenspiel
Kiaran starrt für ein paar Sekunden die Zimmerdecke an, während sein Herzschlag sich nach dem Sturz vom Sofa langsam normalisiert. Das Bild von Ishri auf dem brennenden Motorrad brennt noch auf seiner Netzhaut, so surreal, dass er sich fragt, ob der Schlafmangel bereits Halluzinationen produziert. Er richtet sich mühsam auf, fährt sich durch die zerzausten Haare und registriert das leise Summen seines Datenpads.
Keine Antwort von Hafsa auf seine nächtliche Nachricht... wahrscheinlich schläft sie noch, oder sie versucht gerade, die Logik hinter seinen wirren Zeilen zu begreifen. Er seufzt, geht zum Waschbecken und schüttet sich eiskaltes Wasser ins Gesicht. Die Kälte hilft. Die Fakten kehren zurück: Saredash, Ishri, die Karzu-Parshans, die Konzertdaten. Alles ist noch da, ordentlich sortiert, aber der Traum hat einen Riss in seiner kühlen Fassade hinterlassen.
Er bereitet sich vor, schlüpft in seine Kleidung und verlässt sein Quartier. Im Gemeinschaftsbereich trifft er auf Hafsa. Er wirkt oberflächlich wieder wie der gewohnte Digitalist, aber die Augenringe verraten die Nachtschicht.
Guten Morgen.
Rollenspielsagt er, und seine Stimme ist noch ein wenig belegt.
Ich hoffe, dein Schlaf war produktiver als meiner. Mein Kopf hat versucht, die Karzu-Akten mit Motorrädern und Autowracks zu kreuzen. Nicht empfehlenswert.
Hast du meine Nachricht gelesen? Das mit der Stiftung... vergiss das, ich war gedanklich schon zwei Tage weiter. Heute ist der Tatort dran. Bevor wir losfahren und Thumar uns einsammelt: Hast du irgendwelche Nachwirkungen von gestern? Oder ist die Arbeitsbasis noch stabil?
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Rollenspiel
Hafsa tut die sportliche Aktivität gut, aber offensichtlich ist ihr Geist noch lange nicht wieder auf stabilem Niveau. Da kippte ihre ganze Welt, ein halber Tag verschwand mal wieder - was sie erschreckend an die Zeit, als sie mit dem Neurovirus infiziert war erinnerte. Dann der Albtraum und nun diese absolut unadäquaten Gedanken. Ob wohl wieder jemand irgendwelches Nervengas in ihren Räumen platziert hatte? Hatte sie sich wieder irgendwo mit etwas infiziert? Bei den Göttern sie wollte heute doch fit sein. Nach einer kurzen Meditation greift sie zum Äußeren und nimmt zum Frühstück einen Kaffee. Sie bereitet sich einen Obstsalat und etwas Haferbrei vor und versucht alles ketzerisches Gedankengut zu verbannen.
Sie macht verlässt schließlich ihr Quartier und trifft im Treppenhaus auf einen Kiaran, der nicht wirklich besser aussah, als sie sich fühlte.
Guten Morgen Kiaran.
RollenspielAuch bei ihr spürt man, dass sie nicht ganz fit ist, der Schrecken der Nacht steckt noch irgendwo in ihren Gliedern.
Oh produktiv war mein Kopf auch - allerdings sind wir alle entweder gestorben oder hatten Kontakt mit unsagbaren Schrecken und Monstrositäten. Ich bin schon lange nicht mehr vom eigenen Schreien erwacht... Ich glaub das letzte mal war ich 5 oder so.
RollenspielSie zuckt mit den Schultern.
Ich habe deine Nachricht gelesen, aber ehrlicherweise hat sie mich verwirrt und deshalb hatte ich noch nicht darauf geantwortet, sondern wollte erst einmal mit dir sprechen. Aber dann ist das ja geklärt.
Ich fürchte wir sind beide nicht so stabil, wie wir es sein sollten, wenn ich dich höre. Ich verstehe nicht, was hier los ist. Bevor du kamst haben Hashim und ich quasi einen halben Tag ... verloren. DIe Zeit war einfach weg. Dann der Streit, der Albtraum und heute morgen bin ich mit ganz seltsamen Gedanken erwacht. Vielleicht sollten wir unsere Quartiere absuchen lassen?
Auf den abschirmenden Inseln hatte jemand Nervengas in mein Zimmer geschmuggelt, das hatte auch ... ungewöhnliche Effekte. Außerdem gab es da noch diese Infektion, die mir zeitweise ebenso einfach Teile meines Tages "stahl". Bei den Göttern, wenn du auch so unglaubliche Träume hattest - was passiert hier?
RollenspielSie wirkt nicht wirklich ängstlich, aber definitiv besorgt.
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Rollenspiel
Kiaran erstarrt mitten in der Bewegung, das Kaffeeglas noch halb erhoben. Die Information über den verlorenen halben Tag und das Nervengas lässt seine internen Alarmglocken in einer Frequenz schrillen, die jede Müdigkeit sofort vertreibt. Sein Blick wird schlagartig glasig.. das typische Zeichen dafür, dass er im Schnelldurchlauf Korrelationen berechnet.
Du hast einen halben Tag verloren? Und Hashim auch?
RollenspielEigentlich würde er sich ja freuen, wenn Hashim verloren geht. Im Bällebad oder so.
Hafsa, das ist kein Symptom von Erschöpfung. Zeitverlust bei zwei Personen gleichzeitig deutet auf eine externe Einwirkung hin... entweder biochemisch oder...
RollenspielEr schüttelt den Kopf
...manipulativ auf einer Ebene, die ich nicht mag.
RollenspielEr mustert sie fast schon medizinisch.
Wenn du sagst, dass du Nervengas-Erfahrungen hast, ist das die logischste Erklärung. Aber die Tatsache, dass wir beide heute Nacht von rituellen Monstrositäten und Gewalt geträumt haben... ich von rituellen Hinrichtungen und brennenden Wracks, du von Schreien und Sicheln... ist statistisch höchst unwahrscheinlich für reinen Zufall. Besonders, wenn wir beide Parallelen zu den Karzu-Parshans in den Träumen hatten
RollenspielAn Geister wollte er nicht glauben.
Ich werde einen Scan der Belüftungsanlage und der atmosphärischen Zusammensetzung unserer Quartiere anfordern. Wenn hier jemand mit Halluzinogenen arbeitet, die auf die REM-Phase abzielen, dann will er uns mürbe machen, bevor wir den Tatort erreichen!
Hafsa, konzentrier dich. Diese „seltsamen Gedanken“ mit denen du aufgewacht bist... hatten sie etwas mit dem Fall zu tun? Oder mit uns? Wir müssen wissen, ob man versucht, unser Urteilsvermögen zu untergraben. Wenn wir heute zum Tatort fahren, müssen wir uns gegenseitig absichern. Wenn du Dinge siehst, die nicht da sind, oder wenn ich wieder anfange, unnötig aggressiv zu werden... dann ist das vielleicht kein Charakterfehler, sondern eine Nebenwirkung.
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Rollenspiel
Sie ist noch besorgter, als sie Kiarans Reaktion bemerkt, allerdings zwingt sie sich zur Ruhe. Sie atmet zwei Mal tief ein und aus und schließt dabei die Augen. Ihr Puls beruhigt sich etwas und sie schaut zu dem Digitalisten.
Die Gedanken würde ich eher als fast schon ketzerisch beschreiben. Sie fühlten sich fremd an und haben mich verwirrt. Sie hatten etwas mit der Tatortbesichtigung zu tun und zogen Vergleiche zu Schlachthäusern... aber positive Vergleiche.
RollenspielSie bleibt betont ruhig.
Hashim und ich hatten zuvor ein sehr schwierige Begegnung und ich gint bisher davon aus, dass es sich um Nachwirkungen dieses Ereignisses handelte.
RollenspielSie nickt.
Das klingt sinnvoll, ich denke aber, wir sollten auch Thumar befragen, um rauszufinden, ob sein Schlaf oder Erleben gestört war. Vielleicht lässt das weitere Rückschlüsse zu.
RollenspielVor allem da seine Wahrnehmung als Echo ja durchaus anders war als ihre. Das konnte durchaus einen relevanten Unetrschied ausmachen.
Sollten wir uns dahingehend auch ein Zeichen ausmachen, wenn uns etwas am jeweils anderen auffällt?
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Hintergrund
Die Heimsuchung: Hafsa, es ist immens wichtig, dass du Kiaran erklärst, was es mit Konvergenzen auf sich hat. Wie du ja feststellen durftest, will jemand eine auslösen. Der Zeitpunkt ist fast heran. Leider warst du bei der Angelegenheiten nicht ganz unschuldig. Ich gebe dir noch einen Hinweis: Wenn man Echos hin- und herwirft, können sie sich verstärken. Und nur, weil die Heimsuchung noch aktiv ist, bedeutet das nicht, dass man nicht mit einer Konvergenz eine andere Katastrophe auslösen könnte. Wenn ihr das Monster findet, könntet ihr vielleicht sogar Schlimmeres verhindern!
Finsternis: Es ist wie ein Hall ohne Ursprung. Etwas, das sich in dier verfangen und verhakt hat. Was immer diese Heimsuchung genau ist, warum erscheint sie trotz aller Beschreibungen auf unserer Seite zu sein?
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Rollenspiel
Kiaran zieht scharf die Luft ein, als sie die positiven Vergleiche zu Schlachthäusern erwähnt. Sein Gesicht wird maskenhaft steif.
Positive Vergleiche mit Schlachthäusern...
Hafsa, das ist eine klassische Depersonalisierung des Opfers. Wenn du anfängst, den Tod eines Kindes mit der Effizienz eines Schlachtbetriebs zu assoziieren, dann greift etwas massiv in deine kognitive Empathie ein. Und wenn ich gleichzeitig von ritueller Gewalt träume, die mich fast schon fasziniert hat...
RollenspielEr bricht ab und schaut sie an, dass es fast schon schmerzhaft ist.
Ja, wir brauchen ein Zeichen. Sofort. Wenn einer von uns anfängt, die Realität zu verzerren oder unnatürlich kalt – oder unnatürlich euphorisch – auf Gewalt zu reagieren...
Thumar zu befragen ist essenziell. Wenn er unangetastet ist, ist das ... gut?. Wenn er aber auch betroffen ist... dann haben wir es mit etwas zu tun, das über Chemie weit hinausgeht.
RollenspielEr tritt ganz nah an sie heran, seine Stimme ist nur noch ein Flüstern.
Behalte deine Gedanken für dich, solange wir nicht unter uns sind. Wenn uns jemand manipuliert, will er sehen, wie wir reagieren. Wir geben ihm dieses Vergnügen nicht. Wir funktionieren.. aber wir vertrauen nur dem Zeichen. „Ist die Klinge scharf?“; merk dir das.
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Rollenspiel
Gerade eben machte Kiaran ihr etwas Angst. Aber sie drängt das Gefühl nach hinten, damit hatte sie ja durchaus Übung. Es durfte sich eben nur nicht zu viel anstauen, sonst entlud es sich in einer Welle von Emotion, die sie dann nicht mehr wirklich im Griff hatte.
Und so nickt sie erst einmal nur und lässt seine Worte sacken. Sie schluckt. Sie zögert. Und sie nickt erneut.
In Ordnung ich merke es mir.
RollenspielSie war sich noch nicht ganz sicher in welche Richtung sich das alles entwickeln würde, aber sie wusste, dass sie wieder anfing an ihrem Verstand zu zweifeln. Was hatte es auch mit der Heimsuchung auf sich. Hatte nicht Kaya gesagt, dass es gut war, wenn sie einen nicht bemerkte? Und Hashim, dass sich jemand ihr bemächtigt hatte? Wieso hatte sie dann plötzlich diese Gedanken, diese Eingebung? In ihr rumorte es. Zum Teil sicher auch aus einem Schuldgefühl heraus - sie wusste, dass sie sich teilweise hätte besser beherrschen müssen. Sie wusste, dass sie nicht unschuldig war - sie wusste nicht warum, aber so wie Hashim sich ob des Faktes zur Heimsuchung klar war, war sie es in diesem Kontext.
Ihre Gedanken rasten, während sie versuchte das beste Vorgehen zu finden. Tausende Möglichkeiten spulten sich vor ihr ab, nur eines war klar. Nicht hier und nicht jetzt. Sie würde mit Kiaran in einem ruhigen Moment sprechen müssen, alles andere würde es nur schlimmer machen.
Vielleicht konnte sie sich bis dahin auch einen Reim darauf machen, was es bedeutete Echos hin- und her zu werfen... Das stellte sie alles nur vor noch größere Fragen. Bei den Göttern...
Aber immerhin schienen sie keine Zeit zu verschwenden, wenn sie sich nun ihrem Auftrag widmeten. Im Gegenteil schien es sogar ein Punkt zu sein, der weiterhin sehr wichtig war. Gerade eben wünschte sie sich sogar mit dem Shaikh sprechen zu können. Er hatte mit Sicherheit die meisten Einblicke zu dem Thema, hatte er doch nach seinen Worten seinem Bruder die Hegemonie überlassen, um die Konvergenz zu begrenzen. Wenn das nicht nur leere Worte waren - aber igrendwie glaubte sie das nicht. NIcht bei jemandem wie Faantir Gried. Vorerst würde sie aber erst einmal den Fokus auf den Fall legen und dann heute abend hoffentlich mit Kiaran sprechen können, wenn er sich etwas beruhigt hatte. Seine Weilt würde sich auch schneller verändern, als ihm lieb war...KIaran wir sollten dann heute abend noch einmal in Ruhe sprechen, in Ordnung?
RollenspielSie strafft sich und ihre Züge verraten nichts mehr von ihrem inneren Tumult.
Zuerst sollten wir zum Tatort und dort aufmerksam sein, vielleicht können wir ja auf dem Weg dorthin schon mit Thumar reden.
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Guten Morgen. Warum steht ihr hier im Treppenhaus? Ihr seht aus, als hättet ihr hier übernachtet. Ihr hättet euch lieber erholen sollen.
RollenspielAus einem anderen Apartment tritt Thumar. Er sieht ausgeschlafen aus. Der weiße, weite Mantel strahlt durch das einfallende Licht im Treppenhaus durch das Dachfenster geradewegs.
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Gute Morgen Thumar.
RollenspielSie nickt ihm freundlich zu.
Kiaran und ich haben gerade festgestellt, dass unsere Nacht wenig erholsam war sondern geplagt von ungewöhnlichen Träumen. Wahrscheinlich hätte im Treppenhaus zu übernachten einen ähnlichen Effekt gehabt. -
Rollenspiel
Kiaran starrt einen Moment zu lange auf Thumar. Das Licht, das durch das Dachfenster fällt, lässt den weißen Mantel des Mannes fast übernatürlich strahlen. Für einen Sekundenbruchteil verfängt sich Kiarans Blick in der Ästhetik dieser Erscheinung; eine irritierende, fast schon schmerzhaft klare Präsenz, die so gar nicht in sein zerzaustes Weltbild von heute Morgen passt. Er spürt ein kurzes, unerwartetes Ziehen in der Brust, eine Mischung aus Bewunderung und Neid auf diese Ruhe, die er sofort als „unlogische Ablenkung“ abtut.
Er schüttelt den Kopf, als müsste er die restlichen Träume gewaltsam aus seinem System vertreiben, und setzt eine Maske aus professioneller Strenge auf. Seine Stimme ist jedoch eine Oktave zu tief, als er antwortet.
Guten Morgen, Thumar. Wir haben nicht hier übernachtet, auch wenn ich zugeben muss, dass mein Sofa ähnlich rachsüchtig war wie dieser Boden.
RollenspielEr räuspert sich kurz und tritt einen Schritt von Hafsa weg, um wieder eine sachliche Distanz herzustellen. Sein Blick scannt Thumar nun kritischer, fast schon misstrauisch gegenüber dessen Ausgeschlafenheit.
Hafsa hat recht. Wir hatten eine... bemerkenswerte Nacht. Bevor wir aufbrechen: Wie war dein Schlaf? Gab es irgendwelche Auffälligkeiten? Zeitverluste, ungewöhnlich plastische Träume oder vielleicht das Gefühl, dass die Luft im Gebäude sich verändert hat.
Wir sollten unterwegs reden
Rollenspielfügt er hinzu und deutet zum Ausgang.
Die Sonne scheint zwar, aber ich habe das ungute Gefühl, dass uns die Zeit davonläuft, während wir hier im Treppenhaus philosophieren.
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Nein, bei mir war alles gut. Der Wind scheint auch auf unserer Seite zu sein. Und die Zeit läuft uns nicht davon, denn der Tatort wurde ja sowieso schon gesichert und abgesucht. Aber mit der Hilfe des Windes und eurem besonderen Einblick werden wir sicher etwas finden. Schließlich hat euch der Großwesir sicher nicht umsonst ausgewählt. Wollen wir gehen? Ist die Klinge scharf?
RollenspielEr lächelt.
Das ist ein Spruch aus meiner Heimat. Eine Floskel, die als Frage dafür steht, ob alle bereit sind.
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Rollenspiel
Kiaran erstarrt. Das Blut weicht ihm so schlagartig aus dem Gesicht, dass er für einen Moment schwankt. „Ist die Klinge scharf?“ Er starrt Thumar an, als wäre der Mann gerade aus dem Nichts materialisiert, während in seinem Kopf die logischen Schaltkreise mit der Wucht eines Reaktorunfalls durchbrennen. Er hatte sich diesen Satz gerade erst als geheimes Signal ausgedacht. Er hatte ihn nur Hafsa gegenüber erwähnt.. in einem Flüsterton.
Das Herz hämmert gegen seine Rippen wie ein gefangener Vogel. Er sieht zu Hafsa, und für einen Moment blitzt nackte Panik in seinen Augen auf. Sein Verstand schreit nach einer Erklärung: Hat er den Satz laut ausgesprochen, ohne es zu merken? Hat Thumar ihn belauscht? Oder ist die Realität bereits so weit erodiert, dass seine Gedanken einfach im Treppenhaus widerhallen?
Er presst die Lippen aufeinander, tritt einen Schritt auf Hafsa zu und packt sie fast schon schmerzhaft fest am Oberarm, um sie ein Stück zur Seite zu ziehen. Sein Atem geht stoßweise.
Hafsa...,
Rollenspielflüstert er, und seine Stimme bricht fast.
Das neue Wort ist... Stimmt, noch mein Kater. Sag es, wenn ich wieder... wenn die Welt wieder verrutscht.
RollenspielEr lässt sie los, fährt sich mit zitternden Händen durch das Gesicht und versucht, die Fassade irgendwie wieder zusammenzuflicken. Er darf hier nicht durchdrehen. Nicht vor Thumar. Nicht vor dem Auftrag. Er zwingt sich zu einem tiefen Atemzug und dreht sich langsam zu Thumar um. Sein Blick ist jetzt gehetzt, fast schon fiebrig, während er versucht, das freundliche Lächeln des Mannes als das zu akzeptieren, was es vorgibt zu sein: eine harmlose Floskel.
Ein... interessanter Spruch,
Rollenspielpresst er hervor, wobei seine Stimme unnatürlich hoch klingt.
Ja. Die Klinge ist scharf. Gehen wir. Bevor die Sonne mich vollends blendet.
RollenspielIn seinem Inneren schreit alles Flucht. Er will weg aus diesem Gebäude, weg von diesen Zufällen, die keine mehr sind. Er stolpert fast über seine eigenen Füße, als er den Weg zur Treppe antritt, sein Pad fest in der Hand, als könnte er sich an der digitalen Realität festhalten, während die analoge Welt um ihn herum in Fetzen geht.
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Oh, soll ich dir helfen, Kiaran? Ich kann dich stützen oder im Notfall auch tragen.
HintergrundSturm: Oh ja, man sieht seiner Masse die Muskeln jetzt im Tageslicht sehr deutlich an. Wahrscheinlich könnte er sie auch beide wegtragen.
RollenspielEr lächelt Kiaran leicht schüchtern an.
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Rollenspiel
Hafsa verzeiht ganz kurz das Gesicht, weil der "Übergriff" nicht nur überraschend kommt, sondern wirklich zu fest ist. Sie nickt nur bestätigend und ist einfach froh, dass er sie schnell wieder loslässt.
In Ordnung.
RollenspielMit einem so absurden Spruch würden sie zwar ganz bestimmt Aufmerksamkeit erregen, aber das war ihr in dem Moment egal. Sie wollte nicht mehr angegangen werden, weder verbal noch körperlich. Sie hatte ernsthaft Mitleid mit Kiaran, allerdings entging ihr nicht die Ironie an der Situation. Noch gestern hatte er sie für ihre Angst zurechtgewiesen, ihr Märtyrertum unterstellt und quasi emotionales Theater. Nur damit er nun selbst am eigenen Leib spürte, was es bedeuten konnte Agent zu sein.
Sie setzt an, um Thumar zu erklären, was Kiaran mit dem Zeitverlust meint und das er damit Hashim und sie gemeint hat, verstummt aber sofort als dieser sich an Kiaran wendet und sie sein Lächeln wahrnimmt.
Sie bleibt einfach an die Wand gelehnt zurück und lässt die beiden ungestört. Dabei reibt sie sich den Oberarm und hofft, dass sie keinen blauen Fleck entwickelt.
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Rollenspiel
Kiaran zögert. Die rationale Distanz der Hegemonie schreit in seinem Kopf, doch das Chaos der letzten Minuten ist lauter. Er sieht auf Thumars starken Arm und dann in dessen ruhiges Gesicht. Die Scham über seinen Ausbruch eben und die körperliche Erschöpfung lassen ihn vorsichtiger werden.
Darf ich... mich kurz bei dir abstützen?
Rollenspielfragt er leise, die Stimme ungewohnt brüchig. Er achtet penibel darauf, nicht einfach zuzugreifen, um die Grenzen der Schicklichkeit nicht völlig zu sprengen.
Nur bis zum Wagen. Mein Gleichgewichtssinn scheint heute Morgen noch in einem anderen Raum zu sein.
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Rollenspiel
Thumars Augen funkeln. Fast ein wenig fröhlich. Beherzt umschlingen seine Arme Kiaran und er tragt in wie Männer in westlichen Ländern ihre Bräute.
Lehn dich einfach zurück und entspannt dich, Kashi.
Rollenspiel"Hase".
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Rollenspiel
Geht einfach hinterher. Vielleicht brauchten sie ja jemanden, der ihnen die Autotür aufhielt, oder fuhr, während sie sich auf der Rücksitzbank unterhielten.
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