Kampagne: Bestienjagd - Hafsa Behroozia

  • Möglichkeit drei ist die einzige, die logisch konsistent ist, wenn man das Muster von Raubtieren betrachtet.

    Rollenspiel

    Antwortet er knapp.

    Traumata reproduzieren sich oft in denselben Zyklen, durch die sie entstanden sind. Dass ein Opfer zum Täter wird, ist kein Mythos, sondern Statistik.

    Rollenspiel

    Er holt seinen Fresszettel raus und kritzelt darauf rum.

    Ich kann versuchen, die zeitlichen Abfolgen der Konzerte mit den Vorfällen abzugleichen. Wenn es eine Korrelation gibt, ist Zakhan entweder der Magnet für dieses Monster – oder der Ursprung. Das Problem ist: Wenn er der Täter ist, hat er den Vorteil, dass er das Profil des Opfers in- und auswendig kennt. Er weiß, wonach wir suchen.

  • Rollenspiel

    Sie ist einfach nur froh, dass er sie nicht für verrückt hält.

    Bisher habe ich immer nur reproduzieren können, dass die Opfer jung waren. Und offenbar zum Zeitpunkt des Angriffs allein. Ranthu scheint seine Opfer gequält zu haben und sexuelle Erregung durch seine Taten empfunden zu haben. Ich hatte ein sehr verstörendes Gespräch mit seiner Partnerin.

    Und wir suchen ja prinzipiell erstmal den Täter, oder?

    Soweit ich das recherchieren konnte ist vorerst nur noch ein Konzert geplant. Wir sollten aufpassen, dass wir hier gründlich sind, aber nicht zu viel Zeit verlieren. Ich möchte bei diesem Konzert sein - und wenn es nur dafür ist, um Zakhan als Opfer zu befragen.

    Geschichtenerzählerin, Musikerin

    "Eine falsche Note zu spielen ist unwichtig, aber ohne Leidenschaft zu spielen ist unverzeihlich."

    Elementepool: 4 x Finsternis; 3 x Sturm; 2 x Wasser; 2 x Erde; 2 x Schatten; 1 x Licht

  • Rollenspiel

    Kiaran verschränkt die Arme. Dass sie das Thema sexuelle Erregung und die Qualen der Opfer anspricht, quittiert er nur mit einem emotionslosen Nicken. Er scheint solche Abgründe bereits als gegeben vorauszusetzen.

    Natürlich suchen wir den Täter. Aber wir dürfen nicht den Fehler machen, nach einem Monster aus dem Bilderbuch zu suchen. Wenn Zakhan es ist, dann ist das Monster hinter einer Maske aus Applaus und Musik versteckt. Das macht ihn gefährlicher als jeden Wahnsinnigen, der im Gebüsch lauert.

    Rollenspiel

    Bei der Erwähnung des Konzerts verengen sich seine Augen leicht.

    Dort zu sein ist vernünftig. Aber nicht nur, um ihn als Opfer zu befragen. Wenn er der Täter ist, wird die Bühne sein Alibi sein – oder sein Jagdrevier. Wir sollten das Konzert nutzen, um sein Verhalten zu beobachten, wenn er sich unbeobachtet fühlt. Die Art, wie er die Menge ansieht. Die Art, wie er nach dem Auftritt mit der Erschöpfung umgeht.

    Ich werde die Daten prüfen. Wenn die Morde seinem Tourplan folgen wie eine blutige Spur, dann haben wir keine Theorie mehr, sondern einen Haftbefehl. Bereite dich darauf vor, dass das Gespräch morgen bei der Stiftung vielleicht mehr Licht auf Zakhans Vergangenheit wirft, als uns lieb ist.

  • Ich war schon bei einem seiner Konzerte.

    Rollenspiel

    Sie versucht sich so gut wie möglich zu erinnern.

    Natürlich habe ich es nicht unter diesem Gesichtspunkt besucht und beobachtet. Aber ich kann dir sagen, dass er einige Fans hatte - nun ja es schien auch Teil des Konzeptes zu sein die körperlichen Vorzüge der Künstler darzustellen alsi ist das nicht verwunderlich.

    Ich kann mich nicht an Kinder oder Jugendliche erinnern. Aber wie gesagt, ich habe es unter anderen Gesichtspunkten besucht.

    Rollenspiel

    Hafsa überlegt weiter.

    Leider habe ich die Karte von dem Konzert nicht mehr. Die hatte ich von Zakhan selbst bekommen, um das Konzert zu besuchen. Er hatte sie mir in einem der Bäder gegeben. Ich dachte um ehrlich zu sein erst, dass er jemand war, der mich testen sollte...

    Geschichtenerzählerin, Musikerin

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  • Er hat dir die Karte persönlich gegeben? In einem Bad?

    Rollenspiel

    Seine Stimme trieft vor unterkühlter Ironie.


    Wie charmant. Ein perfekter Weg, um Nähe aufzubauen und gleichzeitig auszukundschaften, wer ihm gefährlich werden könnte... oder wer als nützlicher Schutzschild taugt.

    Rollenspiel

    Er gestikuliert irgendwas.

    Dass du keine Kinder gesehen hast, heißt nichts. Ein Raubtier füttert sein Revier nicht dort, wo das Licht am hellsten brennt. Er sucht sich die dunklen Ecken, weit weg von der Bühne und den glitzernden Fans. Dass er dich "testen" wollte, ist gar nicht so weit hergeholt – vielleicht wollte er sehen, wie aufmerksam du wirklich bist.

    Behalte bitte im Hinterkopf: Jedes Wort, das er dir gesagt hat, jede Geste. Wenn er dich manipuliert hat, dann war die Karte kein Geschenk, sondern ein Köder. Ich werde die Reisedaten mit den Fundorten der Leichen abgleichen. Wenn die Übereinstimmungen zu präzise sind, war dein Treffen im Bad kein Zufall, sondern der Beginn einer Jagd, bei der du noch nicht gemerkt hast, dass du das Wild bist.

  • Rollenspiel

    Hafsa versucht die Ironie abprallen zu lassen und nicht persönlich zu nehmen.



    Bitte denke daran, dass immer noch die Möglichkeit besteht, dass er ein Opfer und in großer Gefahr ist. Ich habe mir die darüber gesprochen, weil mir der Gedanke kam und ich es wichtig finde in alle Richtungen zu ermitteln und nicht, um einen potenziell unschuldigen Mann vorzuverurteilen. Vielleicht wird er genauso gejagt, wie du es gerade beschrieben hast.


    Aber ich werde gerne versuchen dir mehr Informationen zu geben - alles an das ich mich erinnere. Natürlich sind meine Erinnerungen sehr subjektiv gefärbt. Das tut mir leid, aber das kann ich nicht ändern.

    Rollenspiel

    Sie schließt kurz die Augen und holt sich die Szenen zurück. Zum Glück konnte ihr Kopf durchaus Szenen mit diversen Sinneseindrücken, wie ein kleines Kino behalten. Oft ging dies auch mit ihr durch und sorgte für eine zu lebhafte Fantasie, an der Stelle würde es ihr nutzen.



    Er schien auf den ersten Blick eher Tourist als Futune, die blonden Haare und grünen Augen sind ja eher nicht so verbreitete Züge. Er ist gut trainiert, vielleicht ein Überbleibsel seiner Zeit als Parshan. Wenn man dem glaubt, was ich im Netz gefunden habe - und das darfst du gerne selbst entscheiden - sind alle Mitglieder seiner Band Karzu Parshans gewesen, die im Aufstand gegen Saredash kämpften und ausgezeichnet wurden, danach aber für den Dienst nicht mehr geeignet waren.

    Rollenspiel

    Sie konzentriert sich weiter und holt all ihre innerlichen Notizen hervor.



    Ich bekam eine Karte von ihm als Promogast für das Konzert - sie war hübsch gestaltet, es mutete an wie Rauch. Ich hätte im Notfall sogar dort schlafen können und es gab Essen und Gerränke.

    Allerdings war unsere erste Begegnung … spannend. Er sprach mich im Bad an, als ich gerade Tee trank und fragte mich einfach so : Wenn ich ein Weltreich gründen müsste, das die Ewigkeit überdauert, wie würde ich es anstellen?


    Ich war völlig überrumpelt, vor allem weil er dann noch fragte wie ich in einer solchen Gesellschaft Wissen vermitteln würde. Ob ich es es frei verfügbar machen würde oder es schwer machen - potenziell mit Gefahr für Leib und Leben verbunden.

    Du kannst dir vielleicht vorstellen, dass ich mehr als irritiert war. Meine Antworten blieben auch ausweichend, was ihn nicht wirklich gefallen zu haben schien. Jedenfalls machte er sich über mich lustig.

    Rollenspiel

    An der Stelle würde er sich vielleicht gut mit Kiaran verstehen … auf diese Bemerkung verzichtet Hafsa aber wohlweislich.



    Nach dem Konzert kam er dann noch einmal und wollte mit mir am nächsten Tag zu Mittag essen. Zu dem Zeitpunkt wollte er nur wissen, wie ich das Konzert fand und ich hatte mich auf ein Gespräch über Musik gefreut. Keine Ahnung warum, aber das brachte mir viele verärgerte Blicke von den anderen Anwesenden, ich denke Fans, ein.

    Rollenspiel

    Sie zuckt mit den Schultern.



    In diesem Zusammenhang wirkte er ganz anders als im Bad. Er war sehr freundlich und fast… verletztlich? in seiner Frage. Ich hatte jedenfalls in dem Moment kein ungutes Gefühl, wie im Bad und habe mich, wie gesagt, auf ein Essen mit Einem Gespräch über Musik gefreut.

    Aber es kam etwas dazwischen. Deshalb hinterließ ich nur meine Kontaktdaten im Restaurant und konnte nicht bleiben.

    Geschichtenerzählerin, Musikerin

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  • Rollenspiel

    Kiaran hört zu. Während Hafsa spricht, lässt er den Blick nicht von ihr, aber die schneidende Schärfe ist einer fast schon klinischen Aufmerksamkeit gewichen. Als sie die philosophischen Fragen Zakhans im Bad erwähnt, zieht er eine Augenbraue hoch und verschränkt die Arme.

    Wissen durch Gefahr für Leib und Leben zu vermitteln...

    Rollenspiel

    murmelt er, eher zu sich selbst. Sein Tonfall ist nun völlig sachlich, beinahe nachdenklich.


    Das ist kein Smalltalk. Das ist das Weltbild von jemandem, für den Gewalt und Erkenntnis untrennbar miteinander verwoben sind. Dass er dich damit in einem Bad überfällt, spricht für eine manipulative Dominanz; oder für eine tiefe Verachtung gegenüber gesellschaftlichen Normen.

    Rollenspiel

    Er macht eine kurze Pause und scheint die Informationen über die Karzu Parshans in seinem Kopf einzuordnen.

    Elite-Soldaten, die für den Dienst nicht mehr geeignet sind. Das bedeutet meistens, dass sie entweder körperlich oder... was wahrscheinlicher ist.. psychisch gebrochen sind. Ein traumatisierter Parshan, der plötzlich Fragen über ewige Weltreiche stellt und sich dann verletzlich gibt... das ist ein hochgradig instabiles Profil..

    Du hast recht, wir dürfen ihn nicht vorverurteilen. Aber diese Wechselhaftigkeit – von der herablassenden Provokation im Bad hin zum schüchternen Musiker nach dem Auftritt – ist klassisches Verhalten für jemanden, der genau weiß, wie er sein Gegenüber verunsichern kann. Ob er das tut, um sich zu schützen, oder um dich als Ziel zu markieren, werden wir herausfinden.

    Diese Beobachtungen sind mehr wert als jeder starre Fragenkatalog, Hafsa. Deine subjektive Wahrnehmung gibt uns ein Gefühl für seine Dynamik.

  • Rollenspiel

    Hafsa war sich nicht sicher, wie sie das einordnen sollte. Auch Kiaran hatte sie als sehr wechselhaft erlebt... Konnte sie es wagen?

    Verzeih bitte meine Offenheit Kiaran Naashir, aber ich denke wir werden eine Zeit miteinander auskommen müssen - egal ob es nun in deinem Sinne ist, oder nicht und ich bin nicht gut darin bestimmte Dinge lange zu verbergen. Deshalb möchte ich es lieber gleich ansprechen: Du sprichst von Wechselhaftigkeit und was das über eine Person aussagt. Dich selbst habe ich in den letzten Stunden auch als wechselhaft erlebt. Willst du mich bewusst verunsichern?

    Rollenspiel

    Die Frage ist definitiv ernst und ehrlich gemeint.

    Geschichtenerzählerin, Musikerin

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  • Rollenspiel

    Kiaran erstarrt für einen winzigen Moment, bevor ein schmales, fast schon echtes Lächeln seine Lippen umspielt – allerdings eines ohne jede Wärme. Er scheint ihre Direktheit fast schon zu genießen, jetzt, wo sie auf der sachlichen Ebene geblieben ist

    Ein fairer Punkt, Hafsa. Aber es gibt einen Unterschied:

    Rollenspiel

    Seine Stimme ist fast so ruhig, dass sie unheimlich wirkt.

    Zakhan nutzt seine Wechselhaftigkeit vermutlich als Maske oder als Köder. Er spielt mit Identitäten. Bei mir ist es kein Spiel.

    Ich will dich nicht "bewusst verunsichern". Ich reagiere lediglich allergisch auf das, was ich als Zeitverschwendung empfinde. Meine... Wechselhaftigkeit, wie du es nennst, ist schlicht das Resultat davon, dass ich keine Geduld für soziale Scharaden habe. Wenn wir über Fakten reden, wie jetzt, bin ich hier. Wenn wir über Ängste und Befindlichkeiten debattieren, bin meistens ich weg. Das ist keine Taktik.

  • Ich gebe zu, dass du mich verwirrst Kiaran Naashir.

    Gerade eben meintest du doch auch, dass meine subjektive Wahrnehmung hilfreich ist. Subjektive Wahrnehmung liefert keine objektiven Fakten. Versteh mich nicht falsch, ich möchte einfach verstehe, wie wir miteinander respektvoll umgehen können und eine Art der Kommunikation finden, die Missverständnisse möglichst reduziert. Ich habe weder Lust auf Streit noch Drama.

    Und ich empfinde es ehrlich gesagt verletzend, dass deine Worte implizieren, es könnte sich um "Scharade" gehandelt haben. Aber ich nehme stark an, dass ist nur meine Interpretation und das du es anders meinst. Ich möchte versuchen zu "funktionieren", wie du es so schön beschrieben hast, um uns beiden die Arbeit zu erleichtern. Aber ich bin mir gerade nicht sicher, wie ich damit umgehen soll.

    Darf ich dir subjektive Warnehmungen schildern? Müssen es immer objektive Fakten sein? Kannst du mir bitte helfen in dieser Frage?

    Rollenspiel

    Auch hier ist Ernsthaftigkeit spürbar. Sie will ihn verstehen, um ihnen beiden die Arbeit zu erleichtern.

    Geschichtenerzählerin, Musikerin

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  • Rollenspiel

    Kiaran blickt eine Weile schweigend in sein Glas, während das Wasser darin leise schwankt. Er wirkt für einen Moment seltsam abwesend, als würde er durch die Wände des Raumes hindurch in eine Vergangenheit sehen, die er normalerweise sorgfältig unter Verschluss hält.

    Ich habe in meinem alten Job zu oft gesehen, was passiert, wenn man das „Dazwischen“ zu nah an sich heranlässt. Man verliert die Präzision. Man fängt an, Entscheidungen aus Angst oder Mitleid zu treffen, und am Ende... am Ende bezahlt jemand den Preis dafür. Ich habe mich entschieden, diesen Preis nicht mehr zu zahlen. Deshalb sind meine Mauern so hoch, Hafsa. Sie schützen nicht nur mich, sondern... in meiner Logik... auch den Erfolg des Auftrags.

    Rollenspiel

    Das hoffte er zumindest.

    Vielleicht... vielleicht verstehe ich irgendwann, dass man die Mauern nicht immer bis zum Anschlag hochziehen muss, um sicher zu sein. Aber im Moment ist das alles, was ich dir anbieten kann. Es ist kein Misstrauen gegen dich oder Hashim persönlich. Es ist einfach nur... die Art, wie ich überlebt habe.

    Schildere mir dein Kino im Kopf. Alles davon. Ich werde versuchen, es als das zu schätzen, was es ist: Ein Blickwinkel, den ich selbst nicht mehr einnehmen kann. Wenn wir so starten, ist das vielleicht eine Basis, auf der man... irgendwann stehen kann, ohne sich gegenseitig zu verletzen.

  • Rollenspiel

    Sie hört ihm genau zu und antwortet nicht gleich, sie lässt seine Worte sacken.

    Ich danke dir für deine Worte, ich denke ich kann besser verstehen, was geschehen ist. Ich habe quasi versucht dir eine wichtige Information in der falschen Sprache zu vermitteln. Es hat mich nicht zu interessieren warum du eine andere Art der Sprache brauchst, ich werde versuchen sie zu finden. Und ich bitte dich darum, dass du mich darauf hinweist, wenn ich das nicht schaffe.

    Wahrscheinlich braucht es unser beider Blickwinkel und Ansätze für den Auftrag.

    Rollenspiel

    Sie verstand ihn vielleicht besser, als er dachte. Sie selbst nutzte häufig ein Festhalten an Logik und Mustern, um mit ihren Gedanken und Gefühlen klar zu kommen und diese irgendwie zu ordnen. Innere Ordnung durch äußere Ordnung nannte man das. Nur da wo ihre Mauern noch zu dünn und tief waren, waren seine wohl vielleicht manchmal etwas zu dick und zu hoch.

    Ich habe in den letzten Wochen häufiger Angst verspürt - tiefe, exestentielle Angst - als in all den Jahren meines Lebens zuvor. Ich habe versucht mich nicht davon leiten zu lassen, aber das ist mir sicherlich nicht immer gelungen. Deshalb denke ich, dass deine Logik auch an dieser Stelle sehr hilfreich sein kann. Meine Versuche die Dinge rein mit Logik zu erklären sind an vielen Stellen gescheitert, vielleicht gelingt es dir ja besser.

    Rollenspiel

    Hafsa fühlte sich erleichtert. Sie hatte den Eindruck, dass sie eine vorsichtige Basis gefunden hatten auf der sie arbeiten konnten. Sie würde weiter vorsichtig sein müssen, aber es fühlte sich nicht mehr wie der Tanz durch ein Minenfeld an.

    Möchtest du noch etwas wissen?

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  • Nein, im Moment will ich nichts weiter wissen

    Rollenspiel

    antwortet er ruhig.

    Ich habe genug Material, um die Nacht über die Datenbanken zu quälen. Dass du die Angst einkalkulierst, ist gut. Solange du sie nicht verleugnest, können wir damit arbeiten. Ich werde versuchen, der Anker zu sein, wenn deine Bilder zu dunkel werden... und du bist diejenige, die die Nuancen sieht, für die ich... vielleicht blind geworden bin.

    Rollenspiel

    Er macht eine vage Geste in Richtung des Raumes, als würde er die vorangegangene Spannung förmlich wegwischen.

    Ich schätze deine Offenheit, Hafsa. Das ist produktiver als jedes Protokoll. Wenn du morgen bei dem Termin das Gefühl hast, dass ich zu weit gehe oder deine „Sprache“ komplett ignoriere... gib mir ein Zeichen. Ein kurzes Räuspern, irgendwas. Ich versuche, darauf zu achten.

    Vielleicht finden wir ja wirklich einen Weg, unsere Ansätze zu kombinieren. Logik ohne Intuition ist oft nur eine halbe Wahrheit

    Rollenspiel

    er räuspert sich.

    und Intuition ohne Struktur ist lebensgefährlich. Wenn wir uns in der Mitte treffen, haben wir vielleicht eine Chance gegen das, was da draußen auf uns wartet.

  • Rollenspiel

    Sie lacht kurz. Es ist nicht dazu gedacht ihn gering zu schätzen - es ist eher trocken.



    Da bist du einer von wenigen Kiaran. Offenheit ist eher wenig verbreitet oder geschätzt in der Hegemonie. Aber ich bin einfach nicht gut in dem Spiel der Fassaden und Scharaden, also beleidige ich meinen Gegenüber lieber nicht mit dem Versuch.

    Für einen Anker wäre ich sehr dankbar, die letzten Wochen sind wie ein Sturm gewesen in dem das sehr hilfreich gewesen wäre.

    Rollenspiel

    Sie nickt.



    Lass es uns so versuchen - meine Intuition und deine Logik, um das Beste für den Auftrag zu erreichen.

    Ich bin gespannt was deine Datenbanken ausspucken werden.

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  • Rollenspiel

    Kiaran erwidert das Lachen nicht, aber die Mundwinkel zucken für den Bruchteil einer Sekunde: ein Echo von Amüsement, das so schnell verschwindet, wie es gekommen ist. Er schiebt sich von der Küchenzeile ab und steht nun wieder ganz aufrecht da, die professionelle Kühle ist zurück, aber ohne die giftige Schärfe von vorhin.

    Fassaden sind anstrengend. Wer keine trägt, spart Energie für die Dinge, die wirklich zählen. Dass du nicht versuchst, mir etwas vorzuspielen, macht die Sache für mich... kalkulierbarer. Das ist mehr, als man von den meisten Menschen behaupten kann, egal ob innerhalb oder außerhalb der Hegemonie.

    Rollenspiel

    Er greift nun doch nach seinem Datenpad, das er vorhin beiseitegelegt hatte, und seine Finger fliegen bereits über die Oberfläche, während er noch spricht.

    Ich werde die Nacht nutzen. Karzu-Parshans hinterlassen Spuren, besonders wenn sie „unehrenhaft“ entlassen wurden oder unter Traumata leiden. Das System vergisst solche Abweichungen nicht. Ich schicke dir eine Nachricht, falls ich etwas finde, das dein Kino ergänzt.

    Rollenspiel

    Er steht langsam auf.

    Ruh dich aus, Hafsa. Wenn ich dein Anker sein soll, musst du mir morgen vertrauen können, wenn es brenzlig wird. Das funktioniert nur, wenn du nicht vor Erschöpfung umkippst. Wir sehen uns morgen früh.

  • Rollenspiel

    Sie nickt.

    In Ordnung. Ich werde vielleicht noch einen Tee trinken, aber ich sorge für ausreichend Ruhe.

    Rollenspiel

    Sie nahm sich ernsthaft vor zu versuchen auf ihn zu vertrauen. SIe hatte den Eindruck, dass die beiden gut zusammenarbeiten konnten, wenn sie sich an die aufgestellten "Regeln" hielten.

    Nichtsdestotrotz würde sie mit ihm vorerst nicht über Dinge wie Heimsuchungen oder Konvergenzen sprechen... Das würde seiner Logik sicher widersprechen und dieses Wissen barg durchaus auch Gefahren, vor allem für einen so logischen Menschen, wie Kiaran. Vielleicht ergab sich irgendwann genug gegenseitiges Vertrauen, sie war sich sicher, dass sie sich dem nicht allein stellen konnte. Wahrscheinlich würde sie einen Plan B machen müssen, mit wem sie sonst noch drüber sprechen konnte. Vielleicht Xaxai? Ach verdammt das war so verzwickt.

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  • Rollenspiel

    Kiaran beobachtet sie noch einen Moment lang, während sie über ihren Tee spricht. Er registriert das leichte Zögern in ihrem Blick, die unausgesprochenen Gedanken, die hinter ihrer Stirn arbeiten, doch getreu seiner neuen Marschrichtung verzichtet er darauf, nachzubohren. Er hat ihr den Raum für Fakten gegeben, und sie hat ihn genutzt... alles andere liegt jenseits der Grenze, die sie gerade erst mühsam gezogen haben.

    Tee klingt nach einem Plan, den sogar ich logisch nachvollziehen kann.

    Rollenspiel

    sagt er mit einem Anflug von trockenem Humor, während er sich nun endgültig zum Gehen bereit macht.

    Genieß die Ruhe, solange sie hält. Morgen wird es laut genug.

    Rollenspiel

    Er ahnt nicht, welche dunklen Begriffe wie Heimsuchung oder Konvergenz sie gerade vor ihm verschließt, und für den Augenblick ist das auch gut so. Seine Welt besteht aus Datenbanken, Biografien und Kausalitäten. Geister und Schatten haben darin noch keinen Platz gefunden.

    Wir sehen uns morgen früh, Hafsa. Pünktlich!

  • Keine Sorge, ich werde pünktlich sein.

    Rollenspiel

    Wenn Kiaran ihr Quartier verlassen hat würde sie noch eine halbe Stunde wach bleiben, um über einem Tee über den heutigen Tag und das anstehende Fest zu sinnieren. Immerhin hatte sie mit Kiaran eine Arbeitsbasis finden könne nach einem holperige Start.

    Aber dieses ungute Gefühl …


    Wie hatte die Alte gesagt? Sie würde die zweite Stufe hervor bringen? Den Bruchpunkt? Hatte sie das schon? Stand das noch bevor? Würde sie alles nur schlimmer machen, wenn sie vor Ort war?


    Mit diesen wirbelnden Gedanken geht sie noch einmal duschen und legt sich ins Bett. Vor dem Schlafen gehen schreibt sie Zhinan noch kurz, dass sie erneut in Lakar ist und hier auf Thumar getroffen ist. Sie wünscht ihm eine angenehme Nacht und verfällt dann selbst in sehr unruhige Träume.

    Zhinan, Thumar und Hashim wandern mit Augenbinden durch Reihen von grässlichen Monstern, die immer wieder nach ihnen schnappen und sie nur kurz verfehlen. Als Hafsa versucht sie zu warnen, stellt sie mit großer Panik fest, dass ihre Stimme völlig verstummt ist. Sie sieht die Zaiide allesamt fallen im Kampf gegen einen unbekannten Feind und dann wieder auferstehen, mit fürchterlich entstellten Gesichtern. Sie nähern sich ihr und heben anklagend den Finger, sie immer wieder schnarren, dass sie die Musik des Untergangs umgibt, das Flüstern der Verderbtheit, der Kreis, den sie um sich ziehen wird immer enger und am Rand sitzt Kiaran. Er sitzt auf einem riesigen Berg blutiger Kindersachen und tippt auf seinem Pad. Sie hört ihn etwas von Logik reden - er ist völlig vertieft und bemerkt nicht, wie sich hinter ihm ein Schatten aufbaut. Dieser nimmt immer mehr Form an und plötzlich erkennt sie das irre Lächeln des Flugbegleiters und sieht das Blitzen der Sichel, als sie auf den Digitalisten niederfährt…

    Ihr stummer Schrei wird plötzlich ganz real und sie sitz senkrecht im Bett, als sie von diesem Laut selber geweckt wird. Ihre Brust hebt und senkt sich schnell und sie braucht einen Moment, um sich zu orientieren.

    Geschichtenerzählerin, Musikerin

    "Eine falsche Note zu spielen ist unwichtig, aber ohne Leidenschaft zu spielen ist unverzeihlich."

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  • Hintergrund

    Kiaran Digitalist: Die Suche ist . . . unbefriedigend. Es scheint nur zwei bekannte Opfer in der jüngsten Serie gegeben zu haben. Und ja, jedes von ihnen wurde in der Nähe oder während einer Konzerttour der Gruppe gefunden. Und ja, es sind auch Kinder verschwunden. Aber es gibt kein klares Muster oder eine deutliche Spur. Zwei Leichen sind sicher eine Serie, aber ob man sie wirklich der Band und dem Sänger anlasten kann, ist nicht ganz klar.


    Aber die Parshans wurden alle nach dem Saredash-Aufstand aus der Armee entfernt. Offenbar waren sie Gefangene des Kultes gewesen und von einer gewissen Ishri vor der Opferung gerettet. Durch ein psychologisches Betreuungsprogramm verarbeiteten sie jetzt alles in der Musik. Nichts wies darauf hin, dass sie nebenbei Leute töten würden.

  • Rollenspiel

    Die Ergebnisse starren ihn förmlich an, doch sie ergeben kein klares Bild. Es gibt Korrelationen, ja: die Fundorte der zwei Leichen passen erschreckend genau in das Zeitfenster der Konzerttour. Auch die Meldungen über verschwundene Kinder im Umfeld der Bandauftritte häufen sich in den lokalen Polizeiberichten, doch es fehlt das „Rauchen der Pistole“. Es sind Indizien, keine Beweise.

    Besonders die Akte über die Karzu-Parshans lässt ihn innehalten. Dass ausgerechnet Ishri Gibari (die Frau, die sie morgen treffen wollen) diese Männer aus den Fängen eines Kultes während des Saredash-Aufstands gerettet hat, fügt der Geschichte eine dunkle Ebene hinzu. Opfer einer drohenden rituellen Schlachtung, nun traumatisiert und unter dem Schutz der „Hexe des letzten Atemzugs“. Dass sie ihre Erlebnisse in Musik verarbeiten, wirkt in der Theorie wie eine saubere Heilung. Doch Kiaran weiß, dass Traumata dieser Größenordnung selten sauber heilen.

    Er tippt eine kurze Nachricht an Hafsa, auch wenn er weiß, dass sie wahrscheinlich schläft. Er zögert kurz, erinnert sich an ihr „Kino im Kopf“ und schreibt dann doch:

    „Ergebnisse unklar, aber verdächtig. Die Bandmitglieder waren Gefangene eines Kults, gerettet von Ishri Gibari. Sie sind keine gewöhnlichen Soldaten. Sie sind Überlebende eines Rituals. Die Fundorte der Leichen decken sich mit der Tour, aber es gibt keine direkten Beweise. Es ist zu perfekt, um Zufall zu sein, aber zu vage für einen Zugriff. Wir brauchen morgen bei der Stiftung mehr als nur Fragen. Wir brauchen eine Reaktion. Geh die Sache im Kopf durch, die Verbindung zwischen Ishri und der Band ist der Schlüssel.“

    Er schaltet das Pad aus und starrt in die Dunkelheit seines Zimmers. Er denkt an Hafsas Worte über Intuition. In diesem Moment fühlt sich seine Logik an wie ein Käfig, der zwar stabil ist, aber in dem die Wahrheit einfach nicht auftauchen will. Er ahnt nicht, dass Hafsa zur gleichen Zeit mit dem Schrei der Sichel in den Ohren aus ihrem Albtraum hochschreckt.

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